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Dovahkiin
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AW: Operation Shadowblade
Kapitel XI – Wahrheit I 07. Oktober 2048, 05:00 M.A.R.V., Kommandofahrzeug der III. Armee Alice Springs, Australien Das grelle Licht des Verhörzimmers brannte in Zsarahs Augen und die etwas zu engen Handschellen schnitten ihr ins Fleisch. Der leichte Schmerz tat gut, bedeutete er doch, dass sie noch am Leben war. Die Impalers hatten jeden in der Kommandozentrale des Redeemers erledigt, nur sie hatte man lebend mitgenommen. Zsarah fragte sich, was sie sich davon versprachen. Falls die GDI annahm, sie würde ihnen auch nur das Geringste erzählen, waren sie noch weitaus dümmer, als sie angenommen hatte. Sie hatte eine große Schlacht verloren, vielleicht die entscheidende Schlacht um Australien, und den Tod begrüßt. Doch die GDI hatte sie verschont und solange sie atmete, konnte sie kämpfen. Auf die eine oder andere Weise. Die GDI gab sich siegessicher wie eh und je. Zsarah konnte ihre Arroganz beinahe spüren. Sie waren gekommen um den verhassten Feind ein für allemal zu vernichten, hatten dafür sehr viel Blut und Stahl geopfert, doch nun, so schien es, hatten sie ihr Ziel erreicht. Doch Zsarah wusste, dass auch dieser Sieg der GDI nur eine Momentaufnahme sein würde. Im großen Spiel der Kräfte hatte die GDI immer nur eine kleine, wenn auch wichtige Rolle gespielt. Die Bruderschaft von Nod, ihr Prophet und dessen Jünger jedoch, existierten schon lange vor der GDI und sie würden auch diese Krise überdauern. Auf die eine oder andere Weise. Ein Zug dicker, abgestandener Luft strich über Zsarahs Gesicht als die Tür zum Verhörzimmer geöffnet wurde. Es roch nach Schweiß, nach Schwefel, nach Krieg. Bevor die Tür wieder ins Schloss fiel nahm Zsarah gedämpften Gefechtslärm wahr. Die GDI hatte die Schlacht bei Alice Springs also doch noch nicht vollständig gewonnen. Gut. Miranda Carter, die nun auf der anderen Seite des kleinen Metalltisches Platz nahm, fixierte Zsarah eine Weile mit dem kältesten Blick, den sie jemals gesehen hatte. Eigentlich waren die beiden Frauen gar nicht so verschieden. Miranda schöpfte ihre Kraft aus ihren Prinzipien und ihrer Ausbildung. Zsarah bestand aus Glaube und natürlichem Feuer. Das Resultat war bei beiden das Gleiche: Sie waren starke Anführerinnen, die niemals aufgaben. In gewisser Weise fühlte Zsarah sich dieser Frau mehr verbunden, als den meisten ihrer eigenen Soldaten. Sie hatte sich nur leider für die falsche Seite entschieden. Sie war den Versprechungen der GDI erlegen, wahrscheinlich, weil sie ihr wahres Gesicht nie gesehen hatte. Zsarah schon. Das würde sie niemals vergessen. Erst jetzt fiel Zsarah die zweite Person auf, die mit Carter den Raum betreten hatte. Er blieb an der Tür stehen und lehnte sich gegen sie. Zsarah hatte in Italien gegen General George Cutter gekämpft. Sie hatte ihn übervorteilt, austaktiert und dennoch hatte er ihr bis zuletzt die Stirn geboten und ihre Pläne teilweise durchkreuzen können. Wenn es jemals einen GDIler gegeben hatte, den Zsarah respektierte, dann war er es. Als Zsarah Cutter erblickte begann sie zu lachen. „Wir sollten aufhören uns unter solchen Umständen zu treffen, alter Mann.“ „Halten sie die Klappe!“ schnappte Miranda. „Die Klappe halten? Meine Liebe, ich glaube sie haben den Sinn eines Verhörs missverstanden.“ Zsarah bemühte sich ihre ganze kalte Überheblichkeit auszustrahlen, doch sie musste erschrocken feststellen, dass ihre Stimme leicht zitterte. Es fiel ihr schwer das einzusehen, aber Tatsache war: sie fürchtete sich. Sie kannte die dunkle Seite der GDI nur allzu gut und hatte ihr genügend Gründe geliefert, sich an ihr zu rächen. „Sie werden ihren Leuten befehlen, sich sofort zu ergeben.“ „Oh? Sie erklären mir sicherlich auch gleich, warum ich das tun sollte?“ Miranda zog ihre Pistole und legte sie demonstrativ vor sich auf den Tisch. Zsarah lächelte. „Nur zu. Machen sie mich zu einer Märtyrerin. Kein Bruder und keine Schwester wird die Waffe niederlegen, wenn sie mich töten.“ Zsarah registrierte, dass die beiden GDI Offiziere einander einen kurzen Blick zuwarfen und Cutter knapp nickte. Das war interessant. Carter war ohne Frage eine fähige Kommandantin, aber sie hatte keine Ahnung, wie sie mit einer gefangenen Nod-Offizierin umgehen sollte. Vermutlich war das der Grund, weshalb der alte Kriegsbär hier war. Er kannte Zsarah. Bildete er sich jedenfalls ein. Miranda lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und gab die Entspannte. „Sie könnten weiteres Blutvergießen vermeiden. Sie wissen doch, dass wir diese Schlacht gewinnen werden. Warum also unnötig Leute opfern?“ „Das sie gewinnen ist noch längst nicht raus, Carter. Und selbst wenn: die schwarze Garde wird lieber mit dem Namen des Propheten auf den Lippen sterben, als sich ihnen zu unterwerfen. Das Land Nod erwartet uns. Was erwartet euch? Doch nur das Vergessen!“ „Das einzige was sie erwartet ist ein Leben in ihrer ganz persönlichen Fünf-Quadratmeter-Zelle, wo sie niemals wieder jemandem Schaden können. Ihrer Hand sind genug Unschuldige zum Opfer gefallen.“ „Das ist der Gipfel.“ zischte Zsarah, spannte sich an und durchbohrte Miranda mit ihrem flammenden Blick. „Seit über Fünfzig Jahren zieht ihr über diese Welt und vernichtet alles, was sich eurem Diktat nicht unterwirft. Dieser Krankheit, die ihr „Freiheit“ nennt. Lächerlich! Die paar Menschen, die sich wie ihr an eine sterbende Welt klammern, sind verängstigt in den blauen Zonen eingepfercht wie Tiere und der Rest der Welt stirbt einen schleichenden Tod. Sie hungern, sie frieren und sie fürchten eure Bomben mehr als das Tiberium. Sie haben nicht die leiseste Ahnung, wie das Leben in einer gelben Zone ist, oder? Die Menschen dort sterben, weil ihr das Tiberium als Bedrohung bekämpft, statt es als Chance zu sehen.“ Miranda schnaubte „Chance? Für was? Dieses Zeug ist giftig, Khalis. Es tötet.“ „Es verändert uns! Es ist der Katalysator für den nächsten Schritt unserer Evolution, keine Bedrohung. Es tötet die Menschen, weil ihr krampfhaft versucht, die Welt wiederherzustellen, wie sie vor 1995 aussah! Diese Welt ist Tod, Carter und wir verpassen die Chance eine neue Welt zu erschaffen.“ Cutter räusperte sich. „Ich könnte mir dieses hochinteressante, ideologische Streitgespräch zwar den ganzen Tag anhören, die Damen.“ sagte er und setzte sich auf die Tischkante. „Aber ihnen, Mädchen, fehlt da ein kleines Detail um zu einer wirklich objektiven Einschätzung zu kommen.“ „Das haben sie aber sehr schön auswendig gelernt George.“ gab Zsarah süffisant zurück. „Welches Detail soll das sein?“ Cutter setzte ein ernstes Gesicht auf und bemühte sich seine nächsten Worte so sanft wie möglich klingen zu lassen, dennoch wirkten sie auf Zsarah wie ein Schlag in den Magen. „Die Wahrheit über Livno, beispielsweise.“ II 07. Oktober 2048, 06:30 Geheimer Bunkerkomplex des inneren Zirkels ca. 50km südlich von Darwin, Australien Kane rieb sich nachdenklich das Kinn. Er hatte mit vielem gerechnet, mit sehr vielem sogar. Tatsächlich hatte er beinahe jede Aktion und Reaktion der GDI seit dem Abschuss ihrer Raumstation vorhergesehen. Aber nun hatte sich ihr Verhalten geändert. Sie rückten ungewöhnlich schnell und aggressiv vor. Die schwarze Garde stand mit dem Rücken an der Wand und seine rechte Hand war gefangen genommen worden, was für seine Pläne wirklich schlecht war. Die GDI konnte Zsarah Khalis nicht behalten. Ohne sie würde seine größte Schöpfung niemals Perfektion erlangen. Und Perfektion war alles was zählte. LEGION hatte sich derweil unbemerkt über den gesamten Cyberspace ausgedehnt. Jedes militärische und zivile Netzwerk, Kommunikation, Infrastruktur, Waffenkontrolle, Luftraumüberwachung, Hochfrequenzsensorkontrollen, alles war nun mit ihm vernetzt. Ein Wort Kanes würde ausreichen und LEGION könnte der menschlichen Zivilisation mal eben so das Genick brechen. Ein immenser Aufwand, natürlich. Aber letztlich bedeutete das, dass die GDI den Tacitus nirgendwo würde verstecken können. Und sich selbst auch nicht. Es war, wie es immer war: Kane war nicht Gott, aber eben sehr nahe dran. Technisch waren sie also bereit, aber die Technik war nur die halbe Miete. Kane studierte die taktische Konsole. Es bestand durchaus die Möglichkeit, dass die GDI bei Alice Springs siegen würde. „Wir könnten eingreifen, Schöpfer.“ gab LEGION zu bedenken. Kane hatte in der Tat bereits darüber nachgedacht, aber man spielte seinen größten Trumpf immer erst am Ende einer Partie. Zuerst fielen die Bauern. Mit einem solchen Schritt würde er die GDI herausfordern. Er hatte diese faschistoide Organisation einmal unterschätzt, ein Fehler, der ihm nicht noch einmal unterlaufen würde. Manchmal musste man die GDI mit dem Hammer schlagen, manchmal mit einer Nadel stechen und manchmal musste man gar mit ihnen verhandeln. Man musste wissen, wie man mit ihr umging und Kane hatte das in den letzten Jahrzehnten gemeistert. Aber LEGION hatte recht: Khalis zu verlieren wäre beinahe so schlimm, wie der Verlust des Tacitus, also behielt er diese Option im Kopf. „Halte dich dazu bereit. Aber vielleicht…“ sagte er und warf einen Blick auf einen der Monitore, der ihm eine schematische Darstellung des aufgebrachten GDI U-Bootes zeigte. Er lächelte. „Vielleicht tut es in diesem Fall auch ein altmodischer Gefangenenaustausch.“ Die GDI konnte ja unmöglich wissen, wie wichtig Zsarah für ihn war. Und das würde dann ihr Untergang sein. - wird fortgesetzt- ---------------------------------------- FanFic von „the Virus“ „Command & Conquer“ und alle darauf bezogenen Namen, Orte und Bezeichnungen sind Eigentum von Electronic Arts
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AW: Operation Shadowblade
Hallo zusammen.
Keine Ahnung, ob hier noch jemand rein schaut, aber für diejenigen, die es tun: Aus persönlichen Gründen ist das Projekt derzeit auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Ich finde derzeit einfach nicht die Zeit dafür. Deshalb wünsche ich euch allen bereits Heute ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! (natürlich nur, wenn vorher die Welt nicht untergeht. )
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