Aufgewärmt! Dune II – Kampf um Arrakis

Alte Klassiker neu aufgewärmt. Heute: Westwoods Dune II – das erste Echtzeit-Strategiespiel überhaupt.

Im Jahre 1992 veröffentlichte Westwood ein Computerspiel, dessen Konzept ein neues Genre begründen sollte. Gab es zwar schon in früheren Titeln wie „Herzog Zwei“ Elemente der Echtzeitstrategie, so war es doch erst Dune II, das sämtliche formalen Aspekte des Genres verband und so zurecht als erster Vertreter des RTS-Genre (Realtime Strategy) gilt.
Worum gehts?
Eher lose aufbauend auf dem Roman „Der Wüstenplanet“ von Frank Herbert und mit optischen Anleihen von David Lynch‘ Verfilmung („Dune – Der Wüstenplanet“) galt es in Dune II: Kampf um Arrakis als Herrscher eines der drei zur Verfügung stehenden Häuser, die Macht über den Planeten Arrakis zu erlangen. Zur Auswahl standen dabei die edlen Atreides, die eher bösen Harkonnen und die Händler von Ordos. Nach der Entscheidung für ein Haus gilt es, mittels Basenbau, der Ernte von Gewürz („Spice“) und der Erschaffung einer Armee, das Territorium zu vergrößern und so sukzessive Macht über den Planeten zu erlangen. Rohstoffabbau zur Erlangung von Geld, sowie kriegerische Auseinandersetzung mit den anderen Häusern waren dabei genauso Teil des Spiels, wie die Gefahren, die von den Bewohnern des sandigen Planeten ausgingen. Erfahrene wissen bereits, dass ich hier natürlich von den Sandwürmern spreche, die gerne mal eure Armeen verspeist haben.
Die Kampagne umfasste verschiedenen Missionen mit zunehmenden Schwierigkeitsgrad. So gilt es anfangs noch, 1.000 Credits zu generieren, spätere Aufträge schließen dann schon den Aufbau einer Armee oder die breite Versorgung mit durch Windfallen gewonnener Energie ein. Die Story von Dune II wurde dabei als eines der ersten Spiele von einer komplett deutschen Sprachausgabe unterstützt. Auch die intuitive und direkte Maussteuerung galt damals als innovativ.
Harkonnen, Atreides oder Ordos? Ihr entscheidet!
Was sagen die Kritiker?

„Dune II erreicht einen ähnlichen Suchtfaktor wie Sim City und durchwachte Nächte sind vorprogrammiert. Die Porgrammierer haben sich ein weiteres Mal selbst übertroffen: Eine gut durchdachte Benutzeroberfläche, mit der bequem alle Optionen angewählt werden können, prachtvolle VGA-Grafiken in Vollendung und dazu Sprachausgabe sowie Soundeffekte in brillanter Qualität machen DuneII zu einem echten Erlebnis“ So urteilte die PC Games 1993 über Westwoods Klassiker und versicherte zudem „monatelangen Spielspaß“ – immerhin 87% heimste Dune II ein.

Die mittlerweile in der Versenkung verschwundene Zeitschrift „Powerplay“ urteilte folgendermaßen: „Zwar sieht das eigentliche Spielfeld etwas mickrig aus, jedoch wird dies durch gekonnt gezeichnete und stimmungsvolle VGA-Zwischenbilder (beispielsweise für die Truppen und Gebäude) flott wieder aufgefangen. Taktisch bietet Dune II ein reichhaltiges Betätigungsfeld. Vor allem in den höheren Szenarios ist die strategische Aufmerksamkeit des Wüstengenerals auf Höchste gefordert.“ 74% Prozent vergab das Magazin an Dune II.

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