Goblins gemeine Gaming-Glossen :: Wo bleiben die radikalen Idealisten?Goblins gemeine Gaming-Glossen
Fragen, die ich schon immer mal stellen wollte, Teil 1: Wo bleiben die radikalen Idealisten?
Ein wirklich radikaler Idealist! Liest man Film- oder Buchkritiken, passiert es immer wieder: Überall hoch gelobte und vor allem beim Publikum beliebte Werke werden verrissen! Die Macher werden dafür persönlich angegriffen, dass sie es gewagt haben, einen solchen Schund auf die Welt loszulassen und mit bärbeißigem Zynismus wird alles auseinander genommen, kurzum, es wird kein gutes Haar daran gelassen. Hat es die Macher viel Geld, Zeit und Herzblut gekostet? Das interessiert doch niemanden! Fakt ist: Es gefällt nicht, weil es nicht gefällt und damit ist es durchgefallen. Punktum! Woran aber haben wir Computerspieler uns gewöhnen müssen? Alles, was auch nur einigermaßen teuer in der Entwicklung war und sich dementsprechend gefälligst auch gut zu verkaufen hat, kassiert brav überall seine 80er-Wertung, eventuell mal im niedrigeren Bereich, weil ein Redakteur zu erkennen gibt, dass ihm das Szenario nicht so richtig zusagt. Blickt man auf Metacritic findet man zwar auch Ausnahmen, aber die sind ja schon fast erschreckend objektiv. "Ja, also die Steuerung gefällt uns nicht, der Schwierigkeitsgrad ist ein wenig unausgegoren und alle Features gab es schon in genug anderen Spielen"
Wenn ich jetzt mal so ganz direkt fragen darf: Warum, WARUM gibt sagt nicht einfach mal jemand, was Sache ist? Warum schreibt nicht einfach mal jemand "Ich finde dieses Spiel Scheiße! Das Szenario ist stinklangweilig! Der Held ist mir so dermaßen unsympathisch, ich möchte lieber ihn erschießen, als die Gegner! Und wenn ich noch einmal, ein einziges Mal, diese grauenvolle Menümusik hören muss, gibt es unter Garantie Tote und zwar in der Realität und nicht im Spiel!" Ich meine, das sind doch Punkte, die eigentlich von Interesse sind! Steuerung? Man gewöhnt sich an alles, so lange es einigermaßen kontrollierbar ist. Wenn das Spiel gefällt, ist das doch letztlich egal. Außerdem hatte ich z.B. mit der viel gescholtenen Steuerung von Tomb Raider: Angel of Darkness so gut wie nie Probleme, die ach-so-tollen Ego-Shooter-Verschnittkontrolle, die dann in Legend eingeführt wurde, hat manchmal für Knoten in meiner Linken Hand gesorgt. Ich halte es auch eigentlich nicht für besonders intelligent, ein Spiel, bei dem man ständig sehr viele Knöpfe bedienen muss, mit der linken Hand steuern zu lassen, während die andere nur die Maus zu bewegen hat. Das funktioniert bei einem Ego-Shooter doch auch nur, weil man nie mehr als drei Tasten zu drücken hat... Um aber weiter auf den pseudo-objektiven Punkten herumreiten zu können (wie ihr seht, ist ja offenbar selbst etwas Fundamentales wie Steuerung subjektiv): Unausgegorener Schwierigkeitsgrad? Völlig uninteressant! Als Gamer wird man mit so etwas ja wohl fertig! Ich rege mich notfalls auch 90% der Spielzeit eines Prince of Persia: Warrior Within nur auf, das Spiel gefällt mir trotzdem. Es war ja in der Regel doch zu meistern, nur eben schwieriger als sonst. Features gab es schon in anderen Spielen? 1. Ja 2. Na und? Die ganze Computerspielindustrie basiert auf dem Prinzip, das alles, was sich einmal bewährt hat, übernommen wird und richtige Innovationen kauft ohnehin keiner. Wer stört sich daran, all das schon einmal gemacht zu haben, wenn er vielleicht auf andere Weise beeindruckt wird.
Die Story kann objektiv nicht überzeugen! Durch ein schön gestaltetes Szenario etwa. Beeindruckt mich ein Spiel durch dichte Atmosphäre und zwar von dem Moment an, in dem ich das Spiel gestartet habe, ist das für mich schon die halbe Miete. Was interessiert es mich da eigentlich, ob ich von Anfang an mit der Steuerung klar komme? Kommen noch sympathische Charaktere dazu, ist der Tag gerettet und richtige Untermalung durch Musik ist auch immer wichtig. Ich hätte ja an Stelle von Valve den Komponisten dieses fürchterlichen Technos in Half Life 2 auf Schadensersatz verklagt. Wie kann man ein so tolles Spiel nur so fahrlässig zerstören? Ich bin nun einmal ein Ästhet. Dass das Spiel spielbar ist, setze ich in unseren Zeiten eigentlich als normal voraus. Titel, die es nicht wert sind und beim Gamestar im Gamescheck auf der DVD wie am Fließband durchgenommen werden, sind für mich gar nicht von Belang. Ich setze voraus, dass das, was ich spiele, handwerklich gut gemacht ist, dass heißt aber noch lange nicht, dass es mir gefällt! Redakteure einschlägiger Print- und Online-Magazine scheinen da aber anders zu ticken. Atmosphäre wird zwar als wichtig angesehen und doch erfindet man Einzelpunkte, um die Prozent-Wertung um jeden Preis objektiv und glaubwürdig erscheinen zu lassen. Aber mal ehrlich: Kann einer von euch so wirklich nachvollziehen, warum ein Spiel 85 % kriegt und ein anderes 86%? Letztlich ist da doch irgendwo Willkür im Spiel. Sei es bei der Gewichtung der einzelnen Punkte, sei es aus welchem Grund ein Punkt hoch bewertet wird, irgendwo hängt es doch vom eigenen Gutdünken des Redakteurs ab, was das Spiel hier erhält. Objektivität kann und wird nie erreicht werden.
Das geht doch schon bei der Grafik los. Wie soll man einen Sinneseindruck eigentlich in Zahlen einfangen? Gut, man kann die Qualität bewerten: Sind die Texturen detailliert und scharf gezeichnet? Stimmt die Kantenglättung? Wie realistisch sind die Explosionen? Aber das ist doch längst nicht alles. Crysis sieht doch nicht nur deswegen so schön aus, weil es diese unglaublich aufwendige Grafik-Engine bietet. Es werden auch in sich stimmige Landschaften und Bildeindrücke gewährt. Wären die nicht, würde das alles wohl eher langweilig aussehen. Ich denke da an World in Conflict. Das Spiel mag gute Grafik gehabt haben, sie gefiel mir aber in ihrer schlichten Tristesse und Langeweile einfach überhaupt nicht. Und schon war das Spiel durchgefallen. Denn ganz davon abgesehen, dass ich Battlefield lieber von unten als von oben spiele, machen für mich ein paar überzogene Explosionen noch kein gutes Spiel aus.
Redakteure von Spielezeitschriften interessiert das aber alles doch herzlich wenig, habe ich manchmal den Eindruck, sie schreiben lieber das, was die Käufer lesen wollen. Denn irgendwie ist es in keinem Bereich so sehr mit Eitelkeit verbunden, was die Zeitschriften über das Objekt so geschrieben haben. Seid ihr nicht schon einmal in einem Film gewesen, obwohl ihr gehört habt, dass er schlecht sein soll? Hat euch das überhaupt interessiert? Bei einem Spiel scheint es aber anders zu sein. Was hier nicht gut bewertet wurde, wird nicht gekauft. Es soll ja nicht jemand denken, man hätte keine Ahnung von so etwas und man würde freiwillig viele Stunden seiner Freizeit und teures Geld für einen solchen Mist opfern. Es kommt aber doch recht selten vor, dass ein Spiel, bei dem vorher fest steht, dass es weg gehen wird, wie warme Semmeln, negative Kritiken erhält, es sei denn, es ist wirklich gar nichts mehr zu retten. Man will die Spieler ja nicht beleidigen, am Ende legt man sich noch mit den Fans an. Das beste Beispiel ist für mich Warcraft III: Mir fielen ganz spontan fünf Leute ein, die dieses Spiel nicht mögen. Ja, sie haben es gespielt, das sind keine Vorurteile. Es ist möglich, diesen Titel nicht zu mögen. Schaut man sich aber bei Metacritic die einzelnen Bewertungen an, scheinen all diese Leute unter seltsamen Wahnvorstellungen zu leiden, dieses Meisterwerk nicht mögen zu können. Haben Journalisten etwa alle einen einheitlichen Geschmack oder bin ich nur durch einen unglaublichen Zufall auf so viele Leute gestoßen, die meine negative Meinung zu dem Programm teilen. Liegt das daran, dass ich in der C&C-Community bin? Diese Spielgeschmackrandgruppe, die nur aus tausenden von Leuten besteht? Ich kann es mir nicht vorstellen. Wir sind aber kleiner eben als die Blizzard-Fangemeinde und wenn die anfinge, eine Zeitschrift nicht mehr zu kaufen, weil dort nicht steht, was man lesen will, wäre das ein wirtschaftlich wohl kaum auszugleichender Schaden.
Gestatten: Darth Vader für ganz, ganz Arme! Würde ich Warcraft III testen, ich würde vielleicht eine 70er-Wertung geben. Handwerklich macht das Spiel alles richtig. Die Kampagnen sind ganz nett und abwechslungsreich gestaltet, die vier Parteien sind gut ausbalanciert und spielen sich unterschiedlich und schließlich ist der Titel recht umfangreich. Da gibt es aber das große, große ABER! Also: ABER… ist dieser Grafikstil ernst gemeint? Es stört mich nicht, wenn ein Spiel schon im Erscheinungsjahr technisch etwas hinterherhinkt. Es stört mich absolut nicht. Wenn ein Spiel aber einfach nur kitschig bunt aussieht, alle Einheiten dicke, kleine Gnubbelzwerge sind und die Effekte dieser Bezeichnung nicht würdig sind. Dieses Spiel sieht einfach furchtbar aus. Blizzard-Jünger kommen jetzt sicher und erzählen mir, dass das Comic-Stil ist und der absichtlich so gemacht sei. Absichtlich? So etwas macht man tatsächlich ABSICHTLICH? Ich wage es doch arg zu bezweifeln! Und Comic-Stil ist das nicht! Wenn ich Comic-Stil sehen will, spiele ich XIII. Das ist ein Spiel mit Comic-Stil, ein sehr gutes sogar. Das, was ich hier vor mir habe, ist Kindergarten, nicht mehr, nicht weniger. Sieht man die wirklich tollen Rendervideos und vergleicht das Spiel damit, glaubt man, dass die Designer, die diese Videos gemacht haben, wohl zu teuer waren und dann für das eigentliche Spiel ersetzt worden sind. Dazu kommt diese Kampagnengeschichte, die wohl der scheußlichste Abklatsch von Star Wars ist, den ich jemals erleben durfte. Der Held Prinz Arthas ist so darauf versessen, das Böse zu bekämpfen, dass er am Ende selbst diesem verfällt? Zum einschlafen! Das gab es nun wirklich schon oft genug. Nicht, dass C&C ein Garant für einfallsreiche Handlungen wäre, aber sie sind wenigstens nicht so schmerzhaft offensichtlich geklaut worden. Und dann diese kleinkarierten Schlachten. Tut mir leid, aber wenn ich kämpfe hat das nach einer Schlacht auszusehen und nicht nach einer bunten Prügelei mit ein paar lustigen Lichteffekten. Da haben Armeen zu stehen, keine Banden. Schlimmer kann es doch kaum mehr werden!
Doch kann es, wenn man dann überall liest, dass dieses Spiel die Creme de la Creme sei. Das beste, was man spielen kann. Etwas, das man einfach erlebt haben muss! 90% Spielspaß, ach quatsch 93%, oder besser: 94%! Selbst Magazine, die sonst immer betonen, wie kritisch sie sind, kommen nicht mehr aus dem schwärmen. Gibt es denn keinen, der einfach mal anders denkt? Dem das Spiel nicht gefällt? Es hat seinen Stil und der gefällt nicht jedem. Es ist ja nicht so, dass es nur schlecht wäre. So haben mir die Spielereien mit den explodierenden Schafen und die Sprüche der Einheiten, wenn man sie zu oft behelligt, sehr gefallen. Sie haben mich fast mehr unterhalten, als das eigentliche Spiel. Das ist ohne Zweifel armselig (für das Spiel und nicht für mich, bevor Kommentare in diese Richtung kommen), aber hätte man sich komplett auf Humor besonnen, vielleicht wäre es ja ein großartiger Titel auch für mich geworden. In dem Falle hätte ich über die Kitschgrafik hinwegsehen und sie als Teil des Humors betrachten können.
Es muss sie doch irgendwo geben? Diese Leute, die so denken wie ich. Die Leute, die sich trauen, ein Spiel mit allgemein hoher Einschätzung und mächtiger Fangemeinde so richtig nieder zu machen. Theoretisch sind die Redakteure ja dazu in der Lage. Ich finde es ja fast schade, dass solche Billigspiele, die 10-20% kassieren, nicht mehr wirklich berücksichtigt werden. Denn Sätze wie "Klingt nach einem netten Mix aus Diablo und Counterstrike, entpuppt sich aber bei näherem Hinsehen als grottenhässlicher, sterbenslangweiliger Spielspaßkiller" oder dezent im Wertungskasten versteckte Gemeinheiten, wie "Anspruch: Masochisten" zeigen doch, dass diese Leute es verstehen ihre Meinung angemessen Kund zu tun. Warum machen sie es dann nicht? Wohl einfach, weil der Druck viel zu groß ist. Die Fans wollen ihr Spiel gut bewertet sehen und die Publisher sowieso. Über letzteres wurde oft genug debattiert, das brauche ich jetzt wohl nicht noch tun. Fakt ist: Irgendwie sind die Redakteure viel zu sehr gebeutelt. Kinokritiker werden auch in jeden Film eingeladen, auch wenn die Gefahr besteht, dass er verrissen wird. Es gibt höchstens ein Embargo bis zum Start des Films, dann aber darf verrissen werden, was der Film eben her gibt. Aber ich schätze auch mal, Kinokritiker haben auch viel mehr Zeit, sich wirklich mit den Filmen auseinander zu setzen. Ein Film dauert in der Regel 90 bis 120 Minuten. Wie lange muss man sich mit einem Spiel beschäftigen um eine wirkliche Aussage treffen zu können(Ich habe Warcraft III immerhin bis zur dritten Kampagne gespielt)? Die Journalisten haben einfach zu wenig Zeit, sich wirklich mit der Materie auseinanderzusetzen, weil sie ja nicht ein Spiel im Monat ausführlich testen müssen, sondern bestimmt mindestens 5, ich vermute eher 10. Dazu kommen noch Vorschauen für alle möglichen Spiele, für die sie noch in alle Herren Länder reisen müssten. Was wäre also die Lösung? Redakteure dazu zwingen, sich auf einige wenige Spiele zu beschränken, sich aber mit denen auch mal wirklich zu befassen? Manchmal habe ich ja den Eindruck, in den Redaktionen sitzen gar keine richtigen Gamer mehr, weil man unter Termindruck doch gar nicht vernünftig spielen kann. Es ist aber in meinen Augen dringend notwendig, wenn Computerspiele richtig zur Kulturform werden wollen: Dass Leute, die die Spiele wirklich noch spielen ihre Meinung dazu haben und sie auch öffentlich machen. So unangenehm diese Meinung auch sein mag. Denn eigentlich heizt eine Diskussion die Weiterentwicklung doch in gewisser Weise erst an oder irre ich mich da?
PS: Ja, ich weiß, dass ich mich mit meiner Meinung zu Warcraft III bei verschiedenen Leuten unbeliebt gemacht habe. Sehr unbeliebt sogar! So unbeliebt hätte ich mich mit einem zehn mal so langen Artikel sonst nicht machen können. Ich freue mich schon auf die Kommentare. Seid bitte schön beleidigend! Ach und bevor es heißt, mir wäre Warcraft III ja nur zu komplex und ich spiele eben lieber solche Simpel-Spielchen wie C&C, ich spiele auch gerne Age of Empires, besonders Teil 2 und der ist, wenn ich es mal so sagen darf, leider tiefgründiger als euer Fantasy-Gedöns!
| #1 · NoSoldier · 20.10.2008 21:47Diesen Text finde ich genial.
Wieso sollten die Leute dich wegen deine Subjektiven Meinung nicht Mögen?
Ich hasse Warcraft III aber nur weil mir das Spiel einfach nicht gefällt...
DU wärst ein Perfekter Redakteur nur dann hab ich das Gefühl das du mehr über C&C/Crysis und BF schreibst als z.B. Far Cry 2... | | #2 · PillePalle26647 · 20.10.2008 22:04Hey, ich muss sagen was War III angeht gehts mir mit der Grafik genauso, mir hat die auch nich gefallen und tut sieh heut noch nicht :D, aber trotzdem finde ich das Funmaps in War III echt Spaß machen, besonders die, die kaum einen Sinn haben(Das wird auch der Grund sein warum ich diese so mag xD), aber wenn ich die Grafik zu kritisch betrachte macht das Spiel keinen Spaß mehr (z.B wenn ein Held in der Kampagne größer als ein Gebäude ist). Geht leider auch im CnC-Universum so (gut bei TD,TS,AR1 und AR2 kann man ja noch n Auge zudrücken) wenn ich sehe wie 5 Infanteristen in den zu kleinen BMT passen find ich das nich so toll. Was AoE 2 angeht hast auch Recht ;)
PS: Nehm meine Idee mit dem Buch schreiben doch mal ins Visier ;) | | #3 · PillePalle26647 · 20.10.2008 22:23Aber wird man eig nich gesperrt wenn man andere beleidigt ?? (Straftat usw.) :DDD | | #4 · Neronymus · 20.10.2008 22:58Hehe, schöne Bewerbungsunterlagen^^.Und? Wann haste ein Vorstellungsgespräch bei der Gamestar XD^^ ^^
Wenn Goblin Redakteur bei einer (un)parteilichen Mediengruppe wird, wird dieser Artikel ganz schnell ins Jenseits verfrachtet ;P .
Ich halte nix von Bewertungstabellen, da ich schon so manche Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht habe und ich das Gefühl immer noch nicht loswerde, dass es einfach nur hochpushen eines Spieles ist. Crysis ist ein sehr gutes Beispiel, wie ich finde. Was habe ich nicht alles für Artikel gelesen, wie zB:
Geile Grafik! Sehr geile Grafik! Die geilste Grafik überhaupt. Übersetzung: Muss ich haben! Kann ich auch den doppelten Preis zahlen? Muss ich zweimal haben!
Es ist ja schon fast wie mit der unterschwelligen Werbung. Ein kurzes, nur Hundertstelsekunden andauerndes Bild mit einem saftigen Bürger mitten im Film, sorgt für sofortigen Hunger und man muss was zu Essen kaufen^^
Aha jetzt weiß ich endlich, was Warcraft 3 ist XD. | | #5 · Flofler · 20.10.2008 23:20geiler text goblin.....nur eins muss ich noch loswerden:
ich mag war3^^ | | #6 · Kalle Bowo · 20.10.2008 23:37Wieder ein großartiger Artikel mehr von unserm kleinen Grünen :) Bin schwer begeistert! | | #7 · :|Nuke|: · 20.10.2008 23:45Ich bin haargenau der selben Meinung wie Goblin, ich habe Warcraft 3 bis zur Mitte von Kampagne 2 gespielt und ich wollte einfach nicht mehr, gut, 3 Gefecht und dat wars. Ich finde, bei Atmosphäre, Rendersequenzen, Sprachausgabe und Grafik sollte eine gewisse Kontinuität herrschen, damit Atmosphäre aufkommt. Ich spiele auch mal die am schwierigsten zu steuernden Spiele, solange ich iene gute Atmosphäre für die "Schinderei" bekomme, siehe X-Serie (X-Beyond the Frontier, X2, X3, etc...). Das ist Steuerungsgrütze ohne gleichen, aber nach zwei Stunden ienarbeitungszeit wird man sowas von belohnt bei der Atmosphäre, allein im All, auf sich allein gestellt, oder COD4: Leicht zu steuern, und eine Atmosphäre so dicht dass man drinsteckenbleibt. Da stimmt einfach alles: "Story", Thematik, Sound, Musik, und zu guter Letzt die Grafik. Ich habe noch nie eine so leistungsfähige aber gleichzeitig genügsame Engine gesehen, wie die aus COD4, selbst COD2 ruckelt an bestimmten Stellen leicht auf meinen 3GHz Dualcore mit 8800GTX OC, aber COD 4? Perfekt bis zum Schluss, einfach fantastisch, bei Kumpels mit "nur" net 8800GT läufts genau so perfekt! Wir spielen fast nur COD 4, fast nur wegen der Atmosphäre (und eben den tollen Maps). Zurpck zu Warcraft 3: Wie Goblin schon sagte, handwerklich perfekt, Schere-Stein-Papier-Brunnen-Prinzip , Texturen OK, Rest auch. Doch Die Atmosphäre ist gleich Null, nicht zuletzt durch diese Diskontinuität, die sich durchzieht durch das ganze Spiel (soweit ich das beurteilen kann). Goblin hat das, was ich denke einfach superb in einen Fließtext verwandelt, dafür sollte der von der geamten F7C-Redaktion nen Keks bekommen! Respekt! | | #8 · Basichamp · 20.10.2008 23:49OK, ich hab mir den Text durchgelesen, bis zur Stelle von WC3 war es .. ganz nett. Danach fing der Text allerdings in eine Hassorgie auf das wohl beste Strategiespiel (neben SC) zu werden. Schon mal eine einzige, auch nur eine einzige Milisekunde darüber nachgedacht, dass Grafik, Musik, Spielspass und, und, und so weiter subjektiv sind.
Ich habe jetzt keine Lust deinen Text auseinander zu friemeln wie ich das in einer Sachtextanalye machen sollte, jedoch kann ich sagen dass ich als leidenschaftlicher C&C-Spieler den Hut vor WC3 ziehe. Jetzt fragst du dich sicher warum. Ich kann dir die Frage mit einem einzigen kurzen Satz beantworten.
Es funktioniert... Im Gegensatz zu den ganzen anderen C&C's. Wo es haufenweise Probleme mit dem Onlinemodus und Netzwerk gibt und man sich 1000 patches saugen muss. Ich z.B. hab mit TW aufgehört weil es mir irgendwann einfach auf den Sack ging dass man ständig 10 Minuten warten muss bis man nach 3 dc's endlich ein Spiel machen konnte. Ganz anders WC3 - Wenn man sich ins Battle.net einloggt, hat man keine Abstürze, man trifft auf keine cheater, man hat keine Probleme beim Einloggen.
Eine Randbemerkung..
WC3 ist nun mal nicht das "omfg rofl - gigantisch fette Schlachten Spiel mit 2000 Panzern". Das Spielprinzip ist durch die Einheiten und Ressourcenbegrenzug als sehr microlastiges Game konzepiert. Wenn du es nicht magst ist das deine Entscheidung, jedoch scheinen hunderttausende andere Menschen das simple Spielprinzip und den beispiellosen Support seitens Blizzard zu schätzen.
Und ganz nebenbei, ich bin übrigens Renegadespieler (das ist das Spiel was vllt noch 200 Leute weltweit spielen und von ca. 90% der C&C Comnunity als unwürdiges C&C betrachtet wird). | | #9 · Nightterror · 21.10.2008 10:46Hallo. Echt guter Text. Warum sagt denn keiner die Meinung über ein schlecht gestaltetes Game? Weil dann alle gleich schockiert wären weil der Autor in allen Punkten recht hätte. Ehrlich, denk doch mal über ein Buch nach. Würd sofort eins kaufen.
Machst du auch mal einen Artikel über "Die Unsinnigkeit der FSK"? Schlecht wärs zumindest nicht.
Weiter so deine Texte sind echt Klasse. | | #10 · Narthanael · 21.10.2008 12:56Geiler text, du iwrst mal Redakteur einer unabhäningen Spiele-Bewertungs-Zeitschrift. Freu mich schon auf den nächsten Teil. | | #11 · · 21.10.2008 16:22@Basischamp:
1. Ich spiele auch hin und wieder noch Renegade online und betrachte es sehr wohl als würdiges C&C. Technisch ist es beweilen ja gruselig, aber das Szenario ist der Hammer, die Atmosphäre ist der Hammer und der MP-Modus ist einzigartig. Was bringst du das denn nun bitte vor?
2. Hast du den Artikel am Ende nicht verstanden. Ich verbiete NIEMANDEM Warcraft III zu mögen und ich bestreite nicht, dass es technisch C&C auch so manches voraus hat. Ich wundere mich mehr darüber, dass es eben auch Leute gibt, die es nicht mögen, die aber in den Redaktionen nicht anzutreffen sind.
3. Natürlich sind Spaß, Musik etc. subjektiv, genau das will ich von einem Spieletest doch auch einfach mal. Dass ein Redakteur mal sagt, was Sache ist, dass du mal die verschiedenen Tests wirklich vergleichen kannst. Dass nicht nur gesagt wird "Technik ist toll, Umfang ist toll, Steuerung ist toll", das liest du überall. In der Regel reicht es heute ja 1-2 Tests zu lesen, dann weißt du, was du überall anders auch lesen wirst. Die Wertungen klaffen doch heute sehr selten wirklich auseinander.
Alles in allem drücke ich mich in meinen Texten bewusst auch schon einmal sehr drastisch aus und neige zu Übertreibungen. Das ist aber ein Stilmittel. Dazu Hassorgie zu sagen ist wohl ein wenig unfair. Es ist eben ein Aufschrei und wie man sehen kann, wenn du Warcraft III hier einfach mal als das beste Strategiespiel beschreibst, sicher auch ein Tabubruch. | | #12 · Gurumeditation · 21.10.2008 20:23Naja is ja nun nix besonderes die Kritik ^^ ..... mach ich ständig und kriege dafür aufm sack bei den ganzen bekloppten im internet aber auch privat. (egal welches thema.....die meisten trauen sich es eh nicht kritig zu äußern pffff)
Aber Warcraft 3 zb war nen nettes spiel...hat mir damals auch spaß gemacht. Sowohl die Story, das Gameplay und der Multiplayer war auch gut zumindist ohne den TowerDefence scheiß...
Wo dann der rotz langsam mit den eSport losging gefiels mir dann mit der zeit immer weniger. So ist das halt manchmal.
CnC Spiel ich aber bis heut noch gerne ^^
Bis auf Generals und Tiberium Wars....waren keine meilensteine....schon was die aufmache anging.
Und wieso müssen jetzt bei den neuen teilen nurnoch leicht bekleidete nutten mitspielen ?
Sind die menschen so armselig geworden das die nurnoch wegen dicken titten und knapper stoffetzen was kaufen ?
Mein Command and Conquer geschmackt ist nicht auf porn, lustigkeit und abgedrehtheit gedrillt. Sondern auf reinen Krieg in einem parallelen universum...nur weils parallel is müssen aufeinmal nicht alle matsch im hirn werden...
Kurzum Aktuell gefallen mir die neuen spiele gar nicht......vielleicht wird man mit der zeit auch zu alt und hat einfach schon alles gesehen.
Und zu den Zeitungen..klar bewerten die bescheuert. Die taugen nurnoch dazu um mal zu gucken was es so neues gibt und was die kernelemente dieser spiele sind...
früher hat ich die zeitungen auch noch anders in erinnerung^^...meine guten alten AMIGA zeitschriften. | | #13 · · 21.10.2008 22:48Jop das ist wirklich ätzend mit den ganzen aufreizenden Weiblichkeit bei AR3. Der totale Overkill. Es war ja gerade schön schnippisch wenn zwischen den ganzen steifen Generälen so eine kleine freche Tanya rumhüpft aber jetzt geht das vollkommen unter in diesem Sündenpfuhl (weniger ist manchmal mehr). Naja ich will AR3 nicht verteufeln nur weil da dick "Sex-sells" draufsteht - es macht mir zumindest einen wesentlich besseren Eindruck als CnC3.
Naja ansonsten WCIII ist auch nicht so mein Fall aber ich zocks gerne mal mit Kumpels im LAN. Ich zock eh nur FPS und keine RTS online. Für die Hardcore-RTS Gamer mags sicher das beste sein und die Kampange war ja auch ganz lustig (den Weltbaum verteidigen ^^). Ich würde nicht sagen, dass WCIII generell ein schlechtes Spiel ist. Die Grafik ist absolut Geschmackssache. Mir gefällt sie durchaus nur verliere ich schnell die Übersicht bei größeren Gefechten - das macht nichts - ich spiels ja nicht online.
Naja und was die Story angeht... Dass ein Guter, der gegen das Böse bekämpft, selber dem Bösen verfällt, ist uralt. Selbst Star Wars hat das nicht erfunden. Es ist nichts besonderes zugeben aber auch nicht geklaut - es ist allgemeines Gedankengut. z.B. W40K Dawn of War hat übrigens genau dasselbe Storygerüst im Hauptspiel, wo der eine Space Marines Priester während der Kampagne von den Chaosmächten langsam korrumpiert wird. | | #14 · †ɾλχχ · 22.10.2008 00:05Zitat: "Wenn ein Spiel aber einfach nur kitschig bunt aussieht, alle Einheiten dicke, kleine Gnubbelzwerge sind und die Effekte dieser Bezeichnung nicht würdig sind. Dieses Spiel sieht einfach furchtbar aus. Blizzard-Jünger kommen jetzt sicher und erzählen mir, dass das Comic-Stil ist und der absichtlich so gemacht sei. Absichtlich?"
Da liegt die Philosophie des Unternehmen Blizzard. Sie machen Spiele für Leute, die auch noch einen älteren Computer zu Hause stehen haben. Welcher Entwickler denkt heute wirklich noch daran? Das die Grafik letzlich nicht für jeden Betrachter optimal erscheint, mag zwar richtig sein. Aber deswegen behaupten, es sei einfach nur kitschig und bunt? Sicherlich ist das etwas übertrieben und du hast schon recht, das bei dem ganzen Gewusele der Überblick schnell verloren geht. Dennoch ist es ein Spiel, was viele begeistert und welches heute noch, nach über 6 Jahren seit Release weiter präsent ist. Es hat viele Maßstäbe gesetzt.
Und Spielezeitschriften können heutzutage sowieso nur noch als Ersatz-Fliegenklatsche genutzt werden.
Trotzdem verdient der Artikel Anerkennung. Weiter so! ;) | | #15 · Zyim · 23.10.2008 02:29Richtig genial geschrieben und auch der Grund, weswegen ich mit den subjektiven Redakteursmist einfach nicht mehr antu. Mich interessiert nur, was ist möglich mit dem Spiel, existieren Bugs usw. Alles andere ist so hochgradig subjektiv auf bestimmte Publisher konzentriert, dass nur ein Eindruck entstehen kann: die Redakteure stehen auf deren Gehaltslisten...was ja indirekt über die Werbung auch gegeben ist.
Und ja: wenn jemand ein Lieblingsgame oder eine Lieblingsserie zerreißt, denken die meisten Fanboys nicht annährend reflektiert darüber nach und akzeptieren keine andere Meinung. Das gleiche gilt aber auch für die Leute, die immer alles mieß reden. |
Neuen Kommentar erstellen
Um Kommentare zu schreiben, musst du eingeloggt sein
|
|