Need for Speed Most Wanted - Preview



Community Team Preview


2. November 2005 - Wieder einmal stellt sich die Frage: Was wäre Electronic Arts ohne die anscheinend endlosen Fortsetzungen? Jedes Jahr wartet in den Regalen der Händler ein neuer Teil einer beliebten Spielereihe auf seine Käufer, wobei die Entwickler neue Features und Ideen in das Produkt vom letzten Jahr einzubauen versuchen. Manchmal gelingt es, manchmal auch nicht. Bei »Need for Speed Most Wanted« steht jedoch eines mit Sicherheit fest: Wer das Spiel nicht kauft, verpasst einen weiteren Höhepunkt im Jahr 2005 und ein geniales Weihnachtsgeschenk für die Spieler der Reihe. Das Community Team konnte mit einer Alpha Version von Anfang Oktober erste interessante Einblicke in das neue Werk von EA Canada gewinnen. Was mir dabei besonders aufgefallen ist, welche neuen Features vorhanden sind und vor allem wie groß der Spielspaß ist, könnt ihr im folgenden Preview nachlesen.

Zuviel von der Story will ich euch natürlich nicht verraten. Ihr kommt als Neuling nach Rockport City und stoßt schon bei Beginn auf einige Rennen gegen die Fahrer der Blacklist, eine Auflistung der 15 meistgesuchtesten Raser der Stadt. Euer Wagen ist der E46 M3 GTR von BMW, die Rennen dadurch leicht zu gewinnen. Das erweckt natürlich die Aufmerksamkeit des 1. der Blacklist, dem unsympathischen Razor Callahan. Dieser fordert Euch gleich zum Duell heraus, dass er aber wegen Sabotage an dem BMW gewinnt. Nicht nur das, er stiehlt auch noch euren Wagen und macht sich aus dem Staub bevor die Polizei zum Ort des illegalen Rennens kommt und euch verhaftet. Die äußerst attraktive Mia Townsend steht euch ab sofort als Ratgeberin zur Seite und lässt durch SMS und Voice Nachrichten von sich hören, nachdem sie Euch aus dem Knast geholt hat. Ihr steht ab sofort unter Beobachtung der lokalen Polizei. Eine Mischung aus echten Filmaufnahmen mir realen Schauspielern und der Grafik des Spiels als Movies begleiten immer wieder die Einführung der Story. Dabei dürfen natürlich die hübschen Girls aus den Vorgängern nicht fehlen. Nach diesem Disaster fangt Ihr bei Null an. Mit einem knapp bemessenen Startgeld von 30.000 $ gilt einen Neuanfang zu wagen und erstmal ein neues Fahrzeug kleinerer Klasse zu kaufen, in meinem Fall den Chevrolet Cobalt SS, um Euch dem Hauptziel des Spieles zu widmen: Steigt die Blacklist hoch, besiegt Razor Callahan und bekommt den M3 GTR zurück! Soviel zur Story.

Nach dem Einstieg erinnert vieles an den Vorgänger »Need for Speed Underground 2«. Ein freibefahrbarer Stadtteil bietet Wege zu Rennen, Tuning-Shops oder lädt einfach zum Cruisen ein. Mit Hilfe der Karte ist die Orientierung ziemlich leicht. Alternativ können die Rennen auch von der Garage angewählt werden. Das spart nicht nur Zeit, sondern vermittelt auch einen Überblick über die Anforderungen. Denn ohne Weiteres dürft Ihr nicht gegen einen Fahrer der Blacklist antreten. In einer kurzen Biografie sind leicht die Informationen zusammengefasst. Je nach Gegner müsst Ihr eine Mindestanzahl von sogenannten Bounty Punkten sammeln, diverse Rennen und Milestones Events bestehen. Erst dann steht der Gegner zum Duell bereit. Die Bounty Punkte kann man mit den Style Punkten aus »Need for Speed Underground 2« vergleichen. Nur bekommt Ihr diese nicht für besonders stylische Fahraktionen, sondern für das Ärgern der Polizei in Verfolgungsjagden. Da diese jedoch nicht so häufig anzutreffen ist, könnt Ihr aus der Garage gleich die Orte anwählen wo es Bounty Punkte zu holen gibt. Die Rennen an sich laufen in gewohnter Weise ab, im Gegensatz zu den Milestone Events. Werdet mit über 90 mph geblitzt, beschädigt 5 Polizeifahrzeuge oder durchbrecht 2 Straßensperren lauten die Anweisungen, denen Ihr zu folgen habt. Das klingt nicht nur nach Spaß, sondern ist auch teilweise recht schwer. Zu der Stadt lässt sich noch sagen das der gesamte Bereich nicht von Anfang an freigeschalten ist sondern erst durch das einzelne Besiegen der Gegner freigespielt wird und Ihr dann neue Rennen in den anderen Bezirken fahren könnt.

Hat die Polizei Euch erst einmal entdeckt, sei es in einem Rennen oder bei freier Fahrt in der Stadt, geht's zur Sache. Eine Anzeige taucht auf, zeigt die Anzahl der beschäftigten, beschädigten oder zerstörten Polizeifahrzeuge, die erfüllten Milestones und Staatskosten an. Ihr habt richtig gelesen, Staatskosten. Denn alle herumstehenden Objekte wie Ampeln, Bäume, Bushaltestellen oder Zivil- und Polizeifahrzeuge die ihr beschädigt oder zerstört werden auf Eure Kosten angerechnet. Stopschild 300 $ ? Briefkasten 100 $ ? Peanuts! Ist die Verfolgungsjagd zu Ende und Ihr werdet verhaftet schaut's dann schlecht aus, denn entweder Ihr habt eine Karte ala Monopoly "Ich komme aus dem Gefängnis frei" oder der ganze Schaden dieser Verfolgungsjagd muss von Euch bezahlt werden. Und der kann je nach Können des Fahrers schon die 50.000 $ Grenze leicht übersteigen und Euch den Bankrott bringen. Während der Verfolgungsjagden helfen Euch zwei neue Features etwas weiter. Das ist zum Ersten eine Art Zeitverlangsamung, in der Ihr das Fahrzeug trotz hoher Geschwindigkeit leichter steuern könnt. Zum Zweiten stehen öfters Gebäude am Straßenrand mit deren Hilfe die Polizei aufgehalten werden kann. Durchbrecht einfach die Stützbalken eines Donut Geschäftes und schon bricht der gesamte Vorbau samt Riesen Donut in sich zusammen und begräbt die Verfolger unter sich. Ebenso verhält es sich mit der explodierenden Tankstelle. Aber auch der recht dünne Straßenverkehr lässt sich mit geschickten Manövern zum Ausschalten der Verfolger nutzen. Seit Ihr entkommen zeigt euch die Karte eine Anzahl an Verstecken, bis die Männer des Gesetzes endgültig die Verfolgung aufgegeben haben.

Wie erwähnt gibt es zu Anfang nur eine kleine Auswahl mittlerer Wagen. Umso höher Ihr jedoch in der Blacklist steigt, desto besser werden die Fahrzeuge dir Ihr kaufen könnt. Denn selbst wenn Ihr das Geld habt, alles erdenkliche wie Fahrzeuge, Teile für Leistung und Aussehen sowie Vinyls werden erst dann freigeschaltet wenn Ihr wieder einen Gegner in der Blacklist besiegt habt. Was dabei freigeschaltet wird, bestimmt Ihr selber. Nach jedem Sieg gegen einen Gegner der Blacklist stehen Euch 6 Möglichkeiten offen, aber nur 3 dürfen gewählt werden. Entweder eines der 3 Fragezeichen, hinter dem sich Geld, der Wagen des Gegners oder eine "Ich komme aus dem Gefängnis frei" Karte verstecken könnte, oder doch Teile für Leistung und Aussehen? Die Entscheidung bleibt allein Euch überlassen. Insgesamt scheint die Auswahl der Teile weniger als in »Need for Speed Underground 2«, jedoch vollkommen ausreichend. Von Body Kits, Spoilern, Felgen und sonstigen altbekannten Möglichkeiten abgesehen könnt Ihr diesmal sogar einen von 10 Tachos für das HUD freischalten und farblich gestalten. Die Fahrzeugauswahl mit lizenzierten Boliden ist grandios gelungen und dürfte kaum Wünsche offen lassen. Da diese jedoch schon öffentlich bekannt gegeben wurde werde ich hier nicht näher darauf eingehen. Die Steuerung ist jedenfalls sehr gut gelungen, dürfte aber wohl Realismus orientierten Freizeitrennfahrern Tränen in die Augen treiben. Denn selbst wenn der Porsche 911 S über einen Heckantrieb verfügt klebt dieser auf der Straße ohne weitere Anstalten in Kurven zu machen. »Need for Speed Most Wanted« ist eben ein typisches Arcade Rennspiel. Das zeigt sich auch am Schadensmodell der Fahrzeuge, außer zersplitterten Scheiben und einiger Lackkratzer gibt es nach Unfällen keine Spuren zu sehen. Auch auf das Fahrverhalten der Wagen hat das keinen Einfluss.

Die Künstliche Intelligenz geht zumindest in der Alpha etwas grob vor. Ohne Rücksicht auf Schäden am Fahrzeug bremsen sie rücksichtlos Verfolger aus und fahren alle Hindernisse der Strecke über den Haufen. Ebenso oft hat man das Gefühl des sogenannten Gummibandeffekts. Weder die virtuellen Mitstreiter noch die Polizei kann man leicht abhängen, egal wie stark das Fahrzeug ist. Das weckt leider Erinnerungen an »Need for Speed Underground«. An dieser Stelle sollten die Entwickler deutlich mehr Arbeit investieren.

Die ganze Geschichte bekommt durch die Grafik erst den richtigen optischen Reiz. Nicht nur bei den Fahrzeugen sondern auch der Landschaft haben die Entwickler kräftig an der Schraube gedreht und bieten ein höchst einzigartiges Bild einer Großstadt. Abwechslungsreich vom ersten Stadtbezirk in ländlicher Umgebung bis zum dichten und dunklen Hafenbereich feuert »Need for Speed Most Wanted« ein spektakuläres Grafikfeuerwerk in großem Detailreichtum ab. Die Fahrzeuge sind sehr gut modelliert und texturiert, Echtzeitspiegelungen und andere Effekte besonders beeindruckend. Vor allem das Geschwindigkeitsgefühl zeigt wie in »Need for Speed Underground 2« immer wieder neue Seiten, erst recht wenn man im Fahrzeug über NOS verfügt. Eine große Anzahl der Texturen ist außerdem mit Bump Mapping überzeugen, was aber nicht über darüber hinwegtäuscht, dass vor allem die Straße sehr verschwommen aussieht. Das Wetter in »Need for Speed Most Wanted« ist eine Sache für sich. Wunderschöne Sonnenauf- und untergänge wechseln sich mit schick gestaltetem Regen und strahlendem Sonnenschein ab. DirectX 9.0c lässt grüßen. Es erscheint aber teilweise etwas unrealistisch, da der Wetterwechsel ziemlich plötzlich geschieht und es keine wirkliche Nacht gibt. Ebenso qualitativ wie die Grafik zeigt sich der Sound. Sei es der kernige Motorensound, der stimmige EX Trax Soundtrack oder der aktuelle Polizeifunk, alles scheint zu stimmen.

Nebem dem Karriere Modus gibt es 3 weitere Möglichkeiten sich mit dem Spiel zu beschäftigen. Das ist zum einen der Challenge Modus, ein Mix aus verschiedenen Rennen wie Verfolgung, Rennen auf Zeit oder erfüllen von Milestones. Der Wagen ist jeweils vorgegeben, also könnt Ihr dort schon von Anfang an in den Genuss einer Chevrolet Corvette C6 oder anderen schnellen Boliden kommen. Insgesamt bot die Alpha schon 68 solcher Events. Zum Zweiten steht natürlich der Multiplayer Modus im LAN oder Internet zur Verfügung, wo sich maximal 4 Spieler Duelle liefern können. Drei Modi stehen zur Auswahl, welche sich Drag, Sprint und Circuit nennen und von »Need for Speed Underground 2« bekannt sein dürften. Der Dritte im Bunde ist ein weiterer Singleplayer Modus mit dem originellen Namen Quick Play, hier gibt es gestellte oder vordefinierte Rennen mit zufälligen Fahrzeugen für ein schnelles Spiel. Die Fahrzeuge sind jeweils bereits stark modifiziert. Auch hier gilt, umso mehr Ihr in der Karriere freischaltet, desto bessere Fahrzeuge und neuerere Strecken könnt Ihr spielen.
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Titel Need For Speed Most Wanted
Entwickler Electronic Arts Canada
Publisher Electronic Arts
Genre Arcade Rennspiel
Plattformen PC, PS2/PSP, Xbox/Xbox 360, GC/GBA/DS
Spieleranzahl 1 - 4
USK Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG
Release 24. November 2005
Testversion US PC CD-ROM Alpha Version
Erstellt 2. November / R. Würkner


Fazit: Need for Speed, das Urgestein der Arcade Rennspiele, bekommt mit »Need for Speed Most Wanted« einen mehr als würdigen Nachfolger. Raus aus der Dunkelheit von »Need for Speed Underground 2«, rein in abwechslungsreiche Verfolgungsjagden mit der Polizei im ständigen Wetterwechsel von Rockport City. Unzählige Tuningmöglichkeiten, grandiose Fahrzeugauswahl, das Flair von illegalen Straßenrennen sowie die geniale Grafik bieten einen hohen Spielspaß von langer Dauer. Die Alpha Version verdient deshalb unausweichlich ein...

Sehr Gut !
Getestet wurde »Need for Speed Most Wanted« auf dem S-4m 7700 DTR Notebook von Alienware®. Die Einstellungen: 1400 x 1050 @ 60 Hz, alle Einstellungen auf Hoch, außer Shadow Detail, welche leichte Grafikfehler beim Fahrzeugschatten verursachte. Zusätzlich waren 2 x Anti-Aliasing sowie 4 x Anisotropic-Filtering eingeschaltet.


Prozessor Intel® Pentium® 4 650, HT, 3,4 GHz, 2 MB Cache
Arbeitsspeicher Samsung® Dual Channel 1024 MB DDR2, 533 MHz
Grafikkarte ATI® Mobility Radeon X800, 256 MB DDR3
Hauptplatine Clevo® D900T
Soundkarte Creative® Sound Blaster Audigy 2 ZS Notebook
Maus Alienware® IntelliMouse® Explorer 3.0A by Microsoft
Betriebssystem Microsoft© Windows XP Professional / Service Pack 2


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