Sieg auf ganzer Linie - Teil 1

"Granate!" klirrt es in meinem Headset, doch leider zu spät. Meine digitalen Eingeweide haben sich bereits farbenfroh auf die Wände der eigenen Base verteilt. Auslöser für dieses Missgeschick ist nicht etwa die langsame Auffassungsgabe meines Squad-Leaders oder meine mangelnde Reaktion, sondern die Verzögerung der verwendeten Sprachkonferenzsoftware. Seit dem 19. Dezember 2009 kann jedoch Abhilfe geschaffen werden. "TeamSpeak 3" ist vorerst noch als Beta-Version verfügbar.

ts3logo


Für die meisten dürfte "TeamSpeak" ein bekanntes Programm sein. Zwar tummeln sich auf dem Markt für Sprachübertagung noch Konkurrenten wie etwa "Ventrilo", "Mumble" oder "Battlecom", um nur einige zu nennen, jedoch hat sich "TeamSpeak" in vielen Fällen durchgesetzt. Auch wenn es in der aktuellen Version ("TeamSpeak 2 RC2") nie über den Status einer Beta-Version hinaus schaffte, ist es aufgrund seiner unkomplizierten Bedienung zum Klassenprimus geworden. Für den privaten Gerbrauch sind sowohl der Client als auch die Servervariante kostenlos und die Systemanforderungen sind extrem niedrig. Ein Prozessor mit 166 Mhz und 64 MB Arbeitsspeicher sind die Grundvoraussetzung für die Client-Version. Einzig die teilweise auftretende Verzögerung der Sprachübertragung hat den Spielspaß ab und an etwas verringert.

Die Entwickler versprechen wie üblich, dass in der neuen Version alles besser, schneller und sinnvoller sei. Also habe ich mir die derzeitige Beta-Version einmal angeschaut.

Erfreulicherweise bleibt "TeamSpeak" auch in Version 3 für den privaten Gebrauch kostenlos. Sowohl Client als auch Server gibt es nun sowohl für 32-Bit- als auch für 64-Bit-Betriebssysteme. War "TeamSpeak 2" noch in der eher seltenen Programmiersprache Delphi geschrieben, haben die Entwickler bei der dritten Ausgabe des Programmes auf C++ zurückgegriffen. Bereits beim Download der Beta-Version erahnt man, TS3, wie es kurz genannt wird, ist umfangreicher geworden. Der 32-Bit-Client schlägt mit 11,9 MB zu Buche. Und die 64-Bit-Variante ist noch ein wenig datenreicher mit 13,6 MB. Die Installation ist gewohnt einfach: Doppelklick und der Setup-Wizzard übernimmt den Rest.

Startet man TS3 zum ersten Mal, hilft ein Assistent bei der Einrichtung der Grundeinstellung. Wie schon aus den Vorgängern bekannt, hat man die Möglichkeit, sein Mikrophon über Tastendruck oder über Sprache zu aktivieren. Ich persönlich ziehe die "Push-To-Talk"-Variante vor und genieße es, wenn andere Nutzer sich für die Sprachaktivierung entschieden haben. So bekommt man die Möglichkeit, auch die wütenden Mütter oder Lebenspartner anderer Mitspieler kennen zu lernen.

TS3 glänzt mit neuer Oberfläche und altbekannter Aufteilung. Spätestens wenn man die Einstellungsmöglichkeiten genauer betrachtet, wird klar: "TeamSpeak" hat einen großen Sprung gemacht. Es wirkt trotz deutlich höherem Funktionsumfang aufgeräumter als sein Vorgänger.

TS2 Ansicht TS3 Ansicht


Trotz aller Begeisterung gibt es einen Wehmutstropfen: "TeamSpeak 3" ist nicht abwärtskompatibel, weder der Client noch der Server. Gilden, Clans, Sippen und Squads sollten also gesammelt auf TS3 umsteigen und vorher mit ihrem derzeitigen Serverhoster sprechen, ob ein bestehender TS2-Server umgestellt werden kann.

TS3 mausert sich zum Kommunikationstalent. Jeder Channel hat seinen eigenen Chatraum bekommen, auch Daten können nun direkt über TS übermittelt werden und im Chat gepostete URLs werden automatisch gespeichert, um sie gegebenenfalls später aufzurufen. In der Beta-Version ist die "App Scanner" getaufte Funktion zwar noch nicht verfügbar, in Zukunft wird man aber wohl direkt aus dem Programm heraus auf Server joinen können.

Genug der langen Erklärungen und der Vorrede, wichtig ist, wie sich TS3 im Alltag schlägt im zweiten Teil des Tests
GuttnDøc
#1 · GuttnDøc · 24.01.2010 21:15
Also der erste Teil gefiel mir schonmal gut !

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