Star Trek Online - Das Beta-TagebuchWillkommen zu meinem Beta-Tagebuch über Star Trek Online. Im Lauf der nächsten Tage und Wochen werde ich zunächst über die Open-Beta, später dann über das (hoffentlich bis dahin) fertige Spiel berichten. Das Beta-Tagebuch wird keine richtige Strukturierung im Sinne einer Einführung, eines Hauptteils und eines Endes haben, vielmehr wird es ein Abbild meiner Erlebnisse 1:1 aus dem STO Universum werden. Zu den Gründen hierfür kommen wir später.
Wir starten um 09:30 Uhr am Morgen des 16.01.2010: Was beim Starten des Spiels zuerst auffällt, ist das die Musik nicht so recht in das Universum passen will. Die ersten Töne der Melodie hören sich noch ganz nach der ursprünglichen Titelmelodie an, danach verkommt die Musik zu einer Mischung aus StarTrek, Gladiator und einer klingonischen Oper. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, also versuche ich so objektiv wie möglich in die nächsten Stunden zu gehen. Doch direkt der nächste Patzer im Gamedesign: Statt eines neutralen Logos prangert im Startbildschirm von StarTrek Online ein großes Förderationslogo. Ob die Klingonen damit einverstanden wären? Ich denke nicht. Das Charakterdesign erfolgt innerhalb weniger Minuten. Ich wähle einen menschlichen taktischen Offizier, der von Haus aus die Fähigkeiten "Leadership" und "Teamwork" mit sich bringt, als zwei weitere freie Skills nehme ich "Accurate" und "Astrophysics". Ersteres hat wohl irgendetwas mit der Genauigkeit der Bordwaffen zu tun, letzteres macht irgendetwas positives mit den Deflektoren, den Emittern und den Sensoren. Was genau hier beeinflusst wird, darüber lässt einen das Spiel im dunklen, genauso wie über die Auswirkungen, die die Klassenwahl auf die Schiffssteuerung haben wird, wie ich später feststellen werde. Ein Tutorial wäre schön gewesen. Als nächstes muss ich einen Namen für mein Schiff festlegen. Natürlich sind so klangvolle Namen wie "Enterprise" oder "Defiant" verboten, also wähle ich "Baracuda". Nachdem auch dies erledigt ist beamt mich das Spiel, wieder ohne jedes Tutorial, nach "10 Vorne". Deutlich hörbar ist der rote Alarm, überall blinkt es rot, doch die NPCs stehen gemütlich rum, unterhalten sich oder trinken Kaffee. Also auf geht’s zur Brücke, vielleicht kann mir da ja jemand weiterhelfen. Die Fahrt im Turbolift wird lieblos mit einem Bild während des Ladebildschirms in Szene gesetzt, dann komme ich endlich auf der Brücke an. Ich stelle fest, dass ich "Ensign" bin (der niedrigste Offizierdienstgrad) und werde sofort gebeten, nach Überlebenden zu scannen. Wie? Was? Wo? Überlebende? Von welchem Angriff? Das Scannen ist sehr schnell erledigt, alles was man hierfür tun muss ist die Taste "F" zu drücken (wie übrigens bei allen anderen "komplizierten" Interaktionen im Spielverlauf auch). Die Überlebenden sind gefunden, schon kommt ein Notruf über einen Angriff der Borg an. Hey, Angriff der Borg? Das erweckt natürlich sofort Erinnerungen an die spannensten Filme und Serienereignisse die das StarTrek Universum bisher gesehen hat, wenn man mal vom Dominionkrieg absieht. Natürlich eilt "Ensign BleedMage" alleine zum Notruf. Nachdem flux ein paar Borg über den Haufen geballert wurden (von Gegenwehr alá sich anpassenden Schilden nichts zu sehen) bediene ich noch schnell zwei Konsolen (ja richtig, wieder mit "F"), bekomme mir nichts dir nichts einen weiteren Offizier zur Seite gestellt (auch hier lässt mich das Spiel wieder im Unklaren darüber, dass das eine maßgebliche Entscheidung für die Zukunft ist, da ich diesen Offizier auf meinem Schiff behalten werde) und werde im nächsten Moment auch schon wieder zurück gebeamt. Aber Moment! Aufmerksame Leser werden sich gedacht haben: "Mein Schiff?! Wieso MEIN Schiff?" Richtig, wie es der Zufall will, sind während meiner Abwesenheit alle Offiziere des Schiffs bei einem Angriff der Borg getötet worden und ich übernehme in diesem Moment als Ranghöchster das Kommando über die USS Baracuda. Im Folgenden werde ich mit der Steuerung des Schiffs vertraut gemacht, muss einige Überlebende des Angriffs retten und mein Schiff reparieren. Die Steuerung ist im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, geht aber schon bald in Fleisch und Blut über. Mit beiden Maustasten gleichzeitig navigiere ich mein Schiff durch den dreidimensionalen Raum, "Q" verringert die Geschwindigkeit, "E" erhöht sie. Dass ich durch Drücken der "R"-Taste auf maximalen Impuls gehen kann erfahre ich erst Stunden später durch Zufall. Auch hier wäre wieder ein kurzer Tutorialhinweis wünschenswert gewesen, denn er hätte die Flugzeiten zu Beginn dramatisch verkürzen können. Mit den Kurztasten 1-3 werden Front- und Heckphaser sowie die Photonentorpedos abgefeuert. Dass viele weitere Funktionen, wie etwa unterschiedliche Energieverteilungsmöglichkeiten auf Waffen, Schilde, Antrieb und Reperaturgeschwindigkeit, auch von Hand eingestellt werden können, und nicht nur durch die vorgegebenen Settings "Offensiv", "Defensiv", "Speed" und "Balanced" zurückgegriffen werden muss, erfahre ich wieder erst zwei Tage später durch Zufall. Als nächstes soll ich einige Borgschiffe angreifen. Der langjährige Trekkie wird sich an dieser Stelle fragen: "Ein Ensign soll mit einem Schiff der Mirandaklasse ein Geschwader Borgschiffe angreifen??" Mit einer gehörigen Portion Skepsis folge ich also dem streng linearen Storyverlauf zu Beginn des Spiels. Die Borgschiffe stellen sich als Sonden heraus, aus dem ersten Kampf gehe ich gerade mal mit 9% Verlust der Schildenergie hervor…"hey prima, das ist ja einfach" denke ich…ein trügerischer Wert wie ich später feststellen werde. Bis 10:18 Uhr habe ich eine Außenmission hinter mich gebracht in der ich (natürlich wieder durch Zufall) den Skill-Button für meinen Charakter gefunden habe. Die ganzen Skills, Fertigkeiten und Werte sind ja schön, hören sich auch extrem wichtig an, doch was wirklich wichtig ist zeigt nur das Ausprobieren oder Fragen im Forum. Hilfestellungen fehlen auch hier. Nachdem ich mit meiner Mirandaklasse 4 Borgkuben zerstört habe (Trekkies müssten spätestens an dieser Stelle die Stirn in Falten legen) bekomme ich nun offiziell das Kommando über die USS Baracuda angeboten. Nun darf ich also zu meinen ersten richtigen Missionen in die unendlichen Weiten des Universums aufbrechen. Ich bin gespannt: Die ersten zwei Stunden versprechen sehr viel positives, beschwören aber auch – gerade für mich als langjährigen Fan von allem,was mit StarTrek zu tun hat – eine gewaltige Portion Skepsis herauf. Im zweiten Teil meines Tagebuchs werde ich über meine ersten Stunden als Captain der USS Baracuda berichten. Bis dahin "live long and prosper" Euer BleedMage Teil 2 des Beta-Tagebuchs findet ihr hier! Datum ... 21.01.2010 Kategorie ... Spiele ... Previews und Reviews Meinungen ... 6 Kommentare Weitere zugehörige Artikel · Ein Blick zurück: American McGee's Alice· Dragon Age Legends: Einführungsguide und Erklärung der Attri... · Brink: Dies ist kein Vergleich
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