Über Weihnachten und Silvester ins neue Jahr - Ein paar Gedanken von mir...Alle Jahre wieder kehrt ein Phänomen zurück, daß prinzipiell jeder kennt, es aber fast jeden eiskalt erwischt. Die Rede ist von Weihnachten, die Zeit des Stress und familiärer Streits. In dieser Kolumne möchte ich – subjektiv und sarkastisch - dieses alljährlich wiederkehrende Chaos einmal beleuchten. Sicherlich kennen einige von euch diese dumm fragenden Reporter. Dieser lief auch mal wieder auf meinem Haus Radio Sender FFH und was dabei raus kam, ließ mich einfach nur schaudern. Dieser Reporter fragte verschiedenste Personen auf der Frankfurter Zeil: Warum feiern wir Weihnachten? Eine doch recht simple Frage, aber ich bin mir sicher bei dem einem oder anderen Leser treten jetzt bereits die ersten Schweißperlen auf der Stirn auf. Damit nun keiner dumm sterben muss, habe ich hier mal einen Auszug aus Weihnachten.de warum wir dieses Fest feiern: Weshalb wir Weihnachten am 24.12. feiern: Um das nun mit den Worten eines bekannten MTV Moderators – manch einer mag dieses Zitat kennen - zu sagen: Hammer wieder was gelernt... Es mag sein, dass ich dieses Thema eventuell für den einen oder anderen etwas zu allgemein betrachte. Bekanntlich bestätigen Ausnahmen die Regel, aber wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis so umschaue, dann trifft die Überschrift dieses Artikels doch recht häufig zu. Wie bereits erwähnt, kommt Weihnachten jedes Jahr überraschend vor allem für uns die Männer – nicht meckern liebe Männer, wenn ihr ehrlich seid, ist es doch so... - auch wenn schon Ende September die ersten Weihnachtssüssigkeiten- und Werbung auf die besinnliche Zeit zärtlich hinweisen. Allen Zeichen zum Trotz, ignorieren es die Meisten. Nur wenige sind so ausgebufft, dass sie über das Jahr verteilt die Geschenke für ihre Liebsten zusammentragen. Und so sind wir wieder bei dem Thema, Surprise, Surprise - es ist Weihnachten. Ab Anfang Dezember wird dann angefangen, sich einen Kopf über Geschenke zu machen. Man schaut mal hier und mal da, aber alles bekommt man nicht zusammen auf Anhieb. Hier spielt uns dann das Gehirn dann einen Streich: Du hast ja noch genug Zeit, nur keinen Stress... Und dieser Gedanke weicht dann auch nicht mehr aus unserem Kopf, den die Läden und Geschäfte haben ja sogar noch am 24.12. auf. Kombiniert mit der Lethargie des Menschen, sind sogar 23 Tage zu knapp, um ein passendes Geschenk für die liebsten Menschen zu finden. Ich habe dieses Phänomen mal beobachtet und es stimmt. Ich war am 24.12. im Media Markt – nein nicht, weil mich noch ein Geschenk fehlte, sondern weil ich einen Router umtauschen wollte – und es war schier unglaublich wie viele Menschen dieses Geschäft förmlich überfielen und noch ein Geschenk suchten. Die schnellste Lösung, der gute alte und einfallslose Gutschein. Auch sehr gern genommen Digi-Cams und Spielekonsolen – na ja wird schon passen, ein bisschen Technik für die Frau oder eine PS3 / Xbox 360 für das Kind, schon ist der Kreativität genüge getan! Der Ansturm war unglaublich, also eine Sardine hatte in ihrer Buchse eine Drei-Zimmer-Wohnung vom Platz her gesehen, im Gegensatz zu mir, der in der Schlange an einer der zahllosen Kassen stand... Es ist also vollbracht, man hat endlich alle Geschenke beisammen, nun kann es zum gemütlichen Teil über gehen. Äußerlich wirken wir gelassen, aber der Stress der vergangenen Tage und Wochen steckt noch in jedem von uns drin. Auch spielt die Erwartung eine sehr große Rolle. Diese spielt auch eine Rolle, wenn es zur Bescherung geht. Wenn man das Geschenk von Oma Brunhilde aufmacht und einen der selbst gestrickte kratzende Rentierpulli anstrahlt oder eine Enzeklopedie der Eltern anlacht, mit dem Satz: Da hat man was ein ganzes Leben lang von, kommt hier der Punkt nicht erfüllte Erwartungen ins Spiel. Nun kommt der angestaute Stress der letzten Wochen noch dazu. Dann reicht es schon, wenn das Rotkraut oder Klöße nicht die richtige Konsistenz haben (an sich nur eine Kleinigkeit) und schwupp - Sodom und Gomorrha brechen aus - vorbei ist es mit der familiären Glücksseeligkeit. Einige werden sich jetzt denken, dass ich übertreibe. Aber das tue ich bei Leibe nicht, dass alles habe ich schon miterlebt. Mir drängt sich dann immer die Frage auf, wenn ich solche Vorfälle erzählt bekomme, ob wir den eigentlichen Sinn von Weihnachten noch überhaupt wahrnehmen / bewusst ist? Ist es nicht viel mehr so, dass man sich gegenseitig versucht zu übertrumpfen, ein schöneres, tolles, teureres Geschenk zu machen, als der andere? Dies fällt mir sehr oft bei befreundeten Eltern auf, wenn es um ihre Kinder geht. Gigantismus ist hier das Schlagwort der Stunde. Dieser hilft aber leider niemanden, nicht dem Kind, nicht der Familie und schon gar nicht dem Portemaine. Ich finde es teilweise einfach nur noch erschreckend, was aus Weihnachten geworden ist. Getrieben von der Werbung und falsch selbst eingeschätzten Werten ist Weihnachten einfach nur noch Marketing, eine reine Geldmaschine. Jeder sollte sich mal selbst fragen, ob er dieses Fest selbst richtig einschätzt, denn manchmal ist weniger mehr. Wenn man nun die familiäre Runde und die Bescherung mehr oder minder überstanden hat, wartet das letzte große Highlight des Jahres an - Silvester. Auch hier kann es schon mal vorkommen, dass ein Abend etwas anders verläuft, als man sich das vorgestellt hat. Sei es das Onkel Peter mit der Nachbarin verschwindet, dass das Fondue zur großen Lightshow wird mit anschließendem Besuch der Feuerwehr oder wenn stark angetrunkene Personen versuchen eine Feuerwerksrakete aus der Hand abschießen wollen und vergessen sie los zu lassen. Ebenfalls kann man einen weiteren Trend verzeichnen, Alkohol ist trumpf. An sich ist Alkohol zu gegeben Anlässen nichts neues und schon gar nicht Jugendliche die sich zulaufen lassen, weil es "cool" ist, auch bei den Middle Youth (englischer Ausdruck für Menschen zwischen 30 - 40 Jahren) ist mir aufgefallen, dass absolutes vollaufen lassen wieder In ist. Teilweise wird nehmen gewisse Menschen Silvester zum Anlass sich ins Komma zu saufen, anstatt einen schönen Abend zu haben, der mit einem Bier oder Glas Sekt unterstrichen wird. Bei mir gab es zum Essen zwei Gläser Rotwein (einen trockenen Vegas 2003 Cabernet Savingion) und um Mitternacht ein Glas Sekt. Und man stelle sich wahrhaftig vor, ich hatte einen sehr schönen Abend und Spaß und all das ohne mich komplett abschießen zu müssen. Angemerkt sei noch, ich musste nicht Auto fahren, siehe an, auch das ist kein Grund sich in die Besinnungslosigkeit zu trinken. Um Mitternacht, wenn man nach draußen geht, um die Pracht des Feuerwerks zu genießen, kommen dann auch wieder stark alkoholisierte Individuen ins Spiel. Entweder aus oben beschriebenen Gründen oder weil es Menschen gibt, die der Meinung sind - nach mehreren Gläsern hochprozentigem - das sie absolute Hechte sind und dann gern mal Stress suchen. So auch bei meinem Silvester passiert und das ohne das meine Begleiter oder ich diesem Herren einen Anlass dazu gaben. Nach einem kürzeren Wortwechsel und dem Eingreifen eines Freundes des Herren konnte die Situation geklärt werden. So was geht mir einfach auf den Sack. Wenn man nur eine gewisse Menge Alkohol verträgt, dann sollte man es nicht darauf anlegen, diese Grenzen krampfhaft zu erweitern. Ich kenne meine Grenzen und wenn diese erreicht ist, dann lasse ich es auch gut sein. Ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren, aber dieses Verhalten fällt mir in den letzten Jahren doch vermehrt auf. Ein Freund von mir, er arbeitet als Sanitäter beim DRK, mit dem ich mich über diese Problematik unterhalten habe, bestätigt dies. Die Anzahl betrunkener Erwachsener, die er in den letzten Jahren behandeln musste, ist doch eindeutig gestiegen. Wobei die Zahl von Jugendlichen konstant geblieben ist. Über die Gründe für dieses Phänomen bin ich mir noch nicht im klaren, aber auch hier kommt das Motto von Weihnachten zu tragen: Weniger ist manchmal mehr… Und auch die Menschen im Umkreis die mitfeiern könnten so teilweise auch einen unbeschwerteren Abend haben - aber das nur mal nebenbei. Vielleicht stößt diese kleine Kolumne den einen oder anderen zum denken an. In diesem Sinne - Just my two Cents... Datum ... 03.01.2009 Kategorie ... Kolumnen Meinungen ... 6 Kommentare Weitere zugehörige Artikel · DLC - Diese leidliche Chose· Die kleine Welt der großen Spiele · Kai erobert die Hauptstadt und Station 54 – Woche 4 - Ende
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