Vollkommen aionisiert - Triggets Engelsgesang Teil 1Angebliche WoW-Killer gab es schon in Massen, ob Warhammer online, Age of Conan oder Guild Wars. Wirklich gefährlich ist dem Klassenprimus davon jedoch bis heute keiner geworden. Bei Aion könnte das Ganze jedoch schon etwas anders aussehen. Sicher, gerad bei Release eines neuen MMORPG´s dieses Ausmaßes ist man mit Superlativen schnell bei der Sache, einigen Wochen später herrscht oft Stille. Bei Aion scheint das anders zu sein, ein Grund sich die Sache mal etwas genauer anschauen! Gut, genug der Vorgeschichte und kommen wir mal zu Aion. Verpackung auf und Silberscheibe ab in den Rechner (währenddessen darüber fluchen keine tollen Ingame-Items und auch keine kleine süße Engelsstatue zu haben, da die Collectors Edition bereits ausverkauft war). Und schon kann es losgehen. Freitagabend, ein arbeitsfreies Wochenende vor mir und ein jungfräuliches MMORPG vor Augen, es gibt Momente im Leben… aber ich schweife ab. Aion, genauer gesagt Aion: The Tower of Eternity – denn Aion ist neben vielem anderen auch eine russische Insel westlich der Tschaunbucht der Ostsibirischen See im Nordosten Sibiriens wie ich mich von Wikipedia belehren lassen musst – basiert auf der viel gelobten CryEngine. Diese ist für Aion ein wenig abgespeckt worden um den Anforderungen eines MMOs gerecht zu werden. Lange Ladezeiten und hohe Hardwareanforderungen sind für ein PvP-orientiertes Spiel mit vielen Spielern nicht gerade wünschenswert. Trotzdem bin ich sehr gespannt was mich grafisch im Spiel erwartet. Aion begrüßt einen umgehend zuckersüß mit einer sehr farbigen Landschaft und einer dazu passenden, logischerweise asiatischen, Musikuntermalung. Meine Vorurteile asiatischen Spielen gegenüber habe ich vor langer Zeit gegen Urteile getauscht, war also mit diesem Start nicht mehr zu schockieren. In Aion dürfen wir einen Engel spielen, in einer weit entfernten Welt, dramatische Geschichten ranken sich um… ja Moment wie nannte sich gleich noch die Spielwelt? Atreia, ja Aion baut auf ein neues Universum, greift also nicht wie WoW oder HdRo auf Bestehendes zurück, somit auch für mich Neuland. Gleich vor der Charaktererstellung muss ich eine, wie sich noch zeigen wird, wichtige Entscheidung treffen: Elyos oder Asmodier? Elyos sind, nun sagen wir mal die "Hey Sonne, Talala di tüdelü"-Fraktion. Wo hingegen die Asmodier eher wie selbstmordgefährdete Gothic-Musikhörer daherkommen. Klassisches Gut und Böse erahnt man an dieser Stelle schon "leicht". Wie sollte es anders sein, Papa wählt bööööööse… ehm Asmodier. Es sei angemerkt: ICH DARF DAS, ich höre Gothic-Musik! So weiter im Text, Klasse auswählen, vier stehen zur Wahl: Krieger, Späher, Magier und Priester. Priester ist was für Weichei… ja nix für mich. Späher - ja schon eher. Da Krieger für mich ausscheiden, bekanntermaßen sind die in MMOs immer die Langweiler, versuch ich mich doch mal an einer Magierin. Die obligatorische Frage: "Weiblich? Aber du bist doch ein Kerl!" Ja weiblich! Seien wir doch realistisch, glaubt echt noch jemand großbrüstige sexy Spielcharaktere in möglichst knapper Kleidung würden für die wenigen weiblichen Spieler in die Spielwelt integriert, damit jene sich dort wiederfinden? Kommen wir zu einer der großen Stärken von Aion, der Charakterauswahlbildschirm. Sicher, man kann einen der 34 vorgefertigten Köpfe nehmen und dazu dann noch eine der 8 Körperformen wählen, welche uns die fleißigen Entwickler vorgebastelt haben. Wenn man sich aber vor Augen führt dass man diese Kreation mit Unter über mehrere Jahre anschauen wird, sollte man sich gerad in Aion die Zeit nehmen die Individualisierungsmöglichkeiten zu nutzen, denn von diesen bietet Aion übermäßig viele. Ob Schulterbreite, Augenbrauenwinkel, Fußgröße, Sternchentattoo oder Nasenrückenhöhe - hier kann man wirklich alles einstellen. Jedoch grenzenlose Freiheit bringt auch Verantwortung… kleine dicke Engel mit langen Hälsen, rotem Afro-Haarschnitt, schielenden Augen, Knubbelnase und Herzchentattoo sind möglich. Ich persönlich finde aber Hörner sehr viel schicker und es darf auch schon was "Vorzeigbares" sein. Auf in die Spielwelt, Abenteuer erleben, Monster töten, Witwen und Waisen helfen und ergründen warum man mit Blumen pflücken der dunklen Seite dienen kann… demnächst im zweiten Teil von Triggets Engelsgesang! Datum ... 13.11.2009 Kategorie ... Kolumnen Meinungen ... 3 Kommentare Weitere zugehörige Artikel · DLC - Diese leidliche Chose· Die kleine Welt der großen Spiele · Kai erobert die Hauptstadt und Station 54 – Woche 4 - Ende
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