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Die Geschichte hinter WAR
Warhammer Online Age of Reckoning: Wie alles begann

Die Konfliktsituation von WAR, die sich schließlich in einer nie enden wollenden Schlacht auswächst, hat viele Ursachen. Menschliche Schwächen wie Enttäuschung, Ablehnung, Neid, Gier, aber auch Angst haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die Alte Welt mittlerweile in Trümmern liegt und an allen Orten Chaos ausgebrochen ist. Kaum ein Volk kann seiner Heimat versichert sein. Jeder neue Tag hält Überraschungen bereit, kann vielleicht schon der letzte sein. Vorbei sind die Zeiten als man vorhersehen konnte, was die Zukunft bringt.

Das goldene Zeitalter ist vorüber und nichts ist mehr so wie es war. Wem kann man noch trauen? Wer ist Freund, wer ist Feind? Den Beginn der Katastrophe markiert eine Verwandlung, die schrecklicher nicht sein konnte. Das Chaos griff zunächst von den Randgebieten des Imperiums auf die Dörfer und Städte über und legte schließlich den Keim des Misstrauens und der Angst in die Herzen der Menschen. Zunächst tat man die Berichte über die Opfer der Seuche ab, beruhigte sich damit, dass die Hinterweltler schon immer ein Talent fürs Geschichten Erzählen bewiesen hatten. Es dauert aber nicht lange und auch an den zentralen Orten gingen merkwürdige Dinge vor sich. Die Menschen verwandelten sich binnen kürzester Zeit in furchterregende Kreaturen.




Die Krankheit verbreitete sich rasend schnell. Zwar arbeiteten die Ärzte des Imperiums Tag und Nacht, um ihre Ausbreitung zu verhindern und ein Heilmittel zu finden, aber alle Bemühungen schlugen fehl. Zu Beginn klagten die Opfer der Chaosseuche über Müdigkeit, Schmerzen und extremen Durst. Es folgten später Übelkeitsanfälle, bis das Endstadium der Krankheit sich nach einem Monat abzeichnete. Dann wurde die schreckliche Natur der Seuche offensichtlich: Die armen Seelen, die bereits drei oder vier Wochen vor sich hin gelitten hatten, begannen sich zu verändern und mutierten zu bösartigen Kreaturen, die jeden Lebende angriffen und zerfleischten.




Schnell wurde das Kriegsrecht verhängt, eine weitgreifende Quarantäne verordnet, doch nichts konnte die Ausbreitung stoppen. Die Menschen fürchteten sich und reagierten in Panik. Die Milizen in den verseuchten Städten waren gezwungen, gegen Horden der Chaosmutanten zu kämpfen, die durch die Straßen zogen. Damit ließen sie die Mauern ihrer Städte unverteidigt gegen Bedrohungen von außerhalb. Diese Gelegenheit ließen sich skrupellose Räuberbanden nicht entgehen. Sie plünderten, brandschatzten und mordeten wahllos. Nie zuvor wurden die Ländereien des Imperiums von solch einer schrecklichen Katastrophe heimgesucht. Alles Beten und Flehen nützte nichts, die Chaosseuche sollte nur eine Vorahnung auf das noch viel größere Unheil sein, das noch kommen würde.


Die Welt am Wendepunkt

Natürlich blieb auch den einst vertriebenen Dunkelelfen nicht lange verborgen, dass die Alte Welt unter dem Fluch der Tod bringenden Seuche stand, die Menschen in blutrünstige Kreaturen verwandelte. Die Weisen von Ghrond versammelten sich in der Hauptstadt des Dunkelelfenkönigreichs Naggaroth und begannen sogleich umfang- reiche Studien, um hinter das Geheimnis der jüngsten Geschehnisse zu kommen, die das Chaos gebracht hatte. Nebelhafte Wirbel aus Formen und Farben ergaben rätselhafte Muster, welche die Gesandten bald auf die richtige Spur führten. Sie schickten Boten mit dem schnellen schwarzen Pegasus in den Süden nach Naggarond aus.

Tage später las Malekith, der Herrscher der Dunkelelfen, der einst verbannt wurde, die Nachrichten aus Ghrond. Der Chaosgott Tzeentch hatte einen neuen schrecklichen Champion ernannt, der ihm fortan dienen sollte. Die Anhänger des Wandlers der Lebenswege hatten einen großen Kriegstrupp zusammengestellt und bereiteten sich nun auf eine massive Invasion in die Ländereien der Menschen vor. Der Hexenkönig kam schnell hinter ihr eigentliches Ziel: Sie wollten das reiche Imperium erobern, um zu morden, zu plündern und zu rauben. Dafür kam ihnen die in der Alten Welt wütende Seuche gerade recht, die jeglichen Widerstand dahin raffte. Wie würde sich das Volk der Menschen verhalten? War für die Dunkelelfen etwas zu gewinnen?




Malekith überlegte hin und her. Würden die Streitkräfte des Chaos einen Angriff wagen, während das Imperium noch durch die Seuche geschwächt war? Es bliebe dem Imperator Karl Franz so keine andere Wahl, als die Zwerge in der Nachbarschaft um Verstärkung zu bitten. Sie würden aufgrund der Schlacht am Nachtfeuerpass unmöglich ablehnen und damit einen Sieg des Chaos vereiteln. Sollten sie entgegen aller Erwartungen nicht zur Unterstützung eilen, würden sich die Menschen Hilfe suchend an die Hochelfen von Ulthuan wenden. Sollten sie ausrücken, würde ihre Insel Ulthuan ohne Verteidigung daliegen. Eine verlockende Vorstellung für den auf Rache sinnenden Malekith, dem man Thron und Heimat verwehrt hatte.




Der Hexenkönig befahl schnell, dass alle Schmieden und Schmelzöfen im Land sich nur noch mit der Herstellung von Waffen, Rüstungen und Belagerungsmaschinen beschäftigen sollten. Die Treiber von Karond Kar wurden angewiesen, die stärksten und wildesten Kreaturen in ihren Pferchen auszuwählen und sie kampfbereit zu machen. Die wilden Hexenkriegerinnen des Khaine bereiteten ein grausames Blutopfer für den Herrn des Totschlags vor. Morathi, die Hexenkönigin und Mutter des Malekith, rief die mächtigsten Zauberinnen aus den Klöstern zusammen und unterwies sie, die Armeen der Dunkelelfen zu führen. Als sein Volk für den drohenden Krieg bereit war, entwickelte Malekith seine Pläne gegen die Zwerge, um sie am Beistand zu hindern.


Malekiths geschicktes Taktieren

Die Armeen des Hexenkönigs wuchsen und wuchsen. Die Motivation war hoch, wollte man doch über einen kleinen Umweg die alte Heimat zurückerobern, die von den lange verhassten Vettern, den Hochelfen, übernommen worden war. Es reifte der Plan, das stolze Volk der Zwerge anzugreifen. Einmal in den Kampf verwickelt, könnten sie dem mit dem Chaos im Krieg befindlichen Imperium der Menschen nicht zur Hilfe eilen. Die Hochelfen würden angerufen werden und bereit- willig ihre Unterstützung versichern. Rücken sie schließlich aus, liegt ihre Insel jeglicher Verteidigung beraubt da und kann nur zu leicht erobert werden. Die Dunkelelfen wären ein für allemal zurück.

Eine Gruppe der besten Jäger und Krieger von Naggaroth wurde berufen, um in das weit entfernte Land der Grünhäute zu reisen. Dort sollten sie den mächtigsten aller Orkhäuptlinge aufspüren und mit ihm zurückkehren. Als die Jagdgruppe mit einem gefangenen Ork und einem Goblin schließlich wieder vor den Toren stand, zeigte sich Malekith erstaunt. Beide schienen unzertrennlich und führten gemeinsam einen neuen Stamm an, der sich selbst als „Blutsonnjungz“ bezeichnete. Gazbag, der kleine Goblinschamane, war intelligent, während Grumlok, ein hoch aufragender, stattlicher Ork, schiere Muskelkraft verkörperte. Sie schienen wie dafür geschaffen, den unlauteren Absichten des Hexenkönigs zu dienen. Was war nun zu tun?




Mit Diplomatie hielt sich Malekith nicht lange auf. Er setzte auf die Gier der grünen Teufel und beschenkte sie reich. Zwei magische Amulette wurden geschmiedet, welche die Fähigkeiten ihrer Träger enorm verstärkten. Damit aber noch nicht genug: Sie enthielten einen Befehlszauber, der die beiden Anführer dazu bringen sollte, ihren Stamm um sich zu scharen und nach Osten in das Weltrandgebirge zu marschieren. Dort würden sie dann im Kampf die Festung der Acht Gipfel einnehmen und einen mächtigen Waaagh!, eine große Versammlung wütender Orks, entstehen lassen, um damit die Zwerge auszulöschen. Wäre das erst vollbracht, würde Malekith seinen Kriegern befehlen, die gefangenen Grünhäute in ihre Heimat zurückzubringen.




Die Grünhäute machten sich auf den Weg. Lang und mühsam war die Reise, aber die entscheidende Schlacht stand noch bevor. Malekith wartete gespannt zuhause in der Neuen Welt, dass Boten nach Naggaroth durchdringen und ihm mitteilen, dass sein Plan aufgegangen war. Würden die Zwerge erst einmal mit ihren Angelegenheiten beschäftigt sein, müssten die Hochelfen den Menschen beistehen. Sobald sie auf ihren Kriegsschiffen zum Imperium segeln würden, könnten die Dunkelelfen auf ihrer Insel zur Tat schreiten. Zum Schluss würde der Hexenkönig sein Geburtsrecht einfordern, das ihm seine schwachherzigen Landsleute seit Jahrtausenden versagt hatten. Der Thron von Ulthuan würde ihm gehören. Sollte sein böser Plan tatsächlich Erfolg haben?


Die Blutsonne geht auf

Nachdem Malekith seine List ersonnen hatte, das Volk der Zwerge anzugreifen und damit vom Beistand den Menschen gegenüber abzubringen, schickte er die Grünhäute Gazbag und Grumlok aus. Sie standen aufgrund ihrer magischen Amulette unter seinem Zauber und verfügten über immense Kraft und die nötige Kunst zu beeindrucken. Sofort begannen sie ihren langen Marsch ins Weltrandgebirge und bemächtigten sich unterwegs sämtlicher Grünhäute-Stämme. Wer es wagte sich ihnen zu widersetzen, bezahlte mit dem Leben. Sie hatten aufgrund ihrer rohen Gewalt und Einschüchterung Erfolg. Die Zahl der Blutsonnjungz stieg immer weiter. Nichts konnte sie aufhalten.

Schließlich erreichte die Hore Karak Achtgipfel, dem Gebiet der Zwerg. Die Aufregung war groß, doch waren sich die kleinen kräftigen Bartträger gewiss, dass ihre Festungsmauern auch diesen Angriff standhalten würden So verschanzten sie sich im Inneren und vertrauten auf das feste Fundament aus massiven Granitsteinen. Sie wussten nicht, was auf sie zukommen würde. Umso größer war der Schrecken, als Gazbag mithilfe des magischen Amuletts ein großes Loch in die Mauern sprengt und die Stadt so der feindlichen Invasion Preis gab. Nie zuvor hatte eine angreifende Armee die Grenze bei Karak Achtgipfel durchbrechen können. Als eine Welle von geifernden, brüllenden Grünhäuten einfiel, machten sich die Zwerge bereit mit Mann und Maus die zu fallen drohende Stadt zu verteidigen. In Karaz-A-Karak schwor Hochkönig Thorgrim Grollbart Rache und befahl sämtlichen Zwergen in der Stadt, sich auf einen großen Krieg vorzubereiten.




Der Zwergenhäuptling war tief besorgt. Konnten sie noch gewinnen? Normalerweise hätten ihn Gerüchte von Streitkräften der Grünhäute unter einem Kriegshäuptling mit der Kraft von zehn Orks und einem Schamanen mit bisher ungesehenen magischen Fähigkeiten kaum berührt, denn seine Untertanen neigen nun einmal zu Übertreibungen. Dennoch ließ sich nicht von der Hand weisen, dass hier eine Magie am Werk war, die nie zuvor so gewirkt hatte. Schnell entsandte er einen Boten ins Imperium der Menschen, um sie ob der drohenden Gefahr zu warnen, falls es den Zwergen nicht gelingen sollte, die Invasion der Grünhäute aufzuhalten. Er hoffte, dass Herrscher Karl Franz zwischen den Zeilen seinen Hilferuf lesen konnte und ihm zur Unterstützung käme. Aufgrund des unglaublichen Stolzes der Zwerge war es ihm unmöglich mit seinem Anliegen direkt an den Imperator heranzutreten. Würde er die Dringlichkeit seines Anliegens trotzdem verstehen?




Die Grünhäute unterdessen schickten ihre Gesandten Squigreita und Keilerjungz aus, um die Neuigkeit vom großen Waaagh! zu verbreiten, der sich in der Festung zusammenzog. Verzweifelt kämpften die tapferen Zwerge gegen die grüne Übermacht. Sie wollten Karak Achtgipfel zurückzuerobern und ihre Verluste rächen. Legionen von Orks und Goblins begannen, in die eroberte Festung und die Ländereien um sie herum zu stürmen. Niemand sollte überleben, alle Zwerge sollten ausgelöscht werden. Die Ork- und Goblin-„Bozze“ machten Grumlok und Gazbag ihre Aufwartung und stellten ihre „Leutz“ für die Vernichtung der Bartträger zur Verfügung. Gemeinsam war man stark und konnte einen Waaagh! entfesseln, den die Welt bis dahin noch nie gesehen hatte. Aber das war nur der Anfang. Es sollte noch viel schlimmer kommen...


Krieg an allen Fronten der Welt

Zwei Monate später konnten die Zwerge die Oberhand gewinnen und vertrieben die verhassten Invasoren aus dem Weltrandgebirge. Die Bartträger sannen auf Rache und marschierten entlang der Hänge des großen alten Vulkans Karag Dron nach Süden, als sich plötzlich mit einem Mal die Welt verdunkelte. Die Sonne verfinsterte sich, über das ganze Land legte sich ein unheimliches purpurrotes Licht. In Naggarond beobachtete Malekith mit Wohlwollen den aufgehenden Chaosmond Morrsleib. Seine Spione in der Alten Welt hatten vom Erfolg der Grünhäute gegen die Zwerge berichtet. Die Pläne des Hexenkönigs gingen ganz so auf, wie er es sich vorgestellt hatte.

Weit im Norden, verborgen vor den wachsamen Augen des Imperiums, machte sich ein großer, schwarzer Kriegstrupp aus der stürmischen Chaoswüste auf. Schwärme von grotesk aussehenden Kreaturen marschierten unter der Führung eines Chaosgenerals, der das Banner von Tzeentch trug, einträchtig an der Seite von Kriegern und Barbaren einer schrecklichen Zukunft entgegen. Die Menschen gerieten angesichts der blutroten Sonne in Panik. Aufstände und Feuer wüteten in sämtlichen Straßen von Altdorf. Erst gegen Abend, als die Sonnenfinsternis dem vertraten Mond wich, beruhigten sich die Gemüter. Doch dieser Tag hinterließ Spuren in den Herzen der Menschen. Alle hatten das böse Omen gesehen, das für eine unheilvolle Zukunft stand. Die Angst vor dem Untergang schwebte über den Bewohnern des Imperiums und der Zwergen Lande.




Die Seuche wütete nach wie vor, viele versuchten zu fliehen. Imperator Karl Franz empfing unterdessen den versteckten Hilferuf der Zwerge. Er zögerte keinen Moment und schickte seine Truppen, um den Verbündeten zur Hilfe zu eilen. Obwohl er sie dringend benötigte, um seine Grenzen zu verteidigen und die Ausbreitung der Anarchie in seinem Reich zu bekämpfen, war es ihm eine Ehre seinen Beistand in diesen Tagen zu leisten. Die Seuche vernichtete einen Großteil der vor Ort verbleibenden Armee, die Lage war im Grunde aussichtslos. Nur die Hochelfen konnten sein Volk jetzt noch retten. Die Greifenreiter wurden nach Ulthuan zum Phönixkönig Finubar. Er beauftragte Prinz Tyrion, einen unübertrefflichen Krieger und General seines Volkes, mit der Verteidigung der Hochelfenländer. Da er so sein Reich in sicheren und kompetenten Händen wusste, setzte er an der Spitze einer Flotte von Elfenkriegsschiffen die Segel.




Kaum waren sie hinter dem Horizont verschwunden, schickte Malekith seine Invasion. Von zwei Seiten wurde angegriffen ins Hochelfenland. Schon bald überschwemmten ganze Legionen von Kriegern der Dunkelelfen die Küsten ihres angestammten Heimatlandes. In Karak Achtgipfel und in den nördlichen Gebieten tobte der Krieg, der alles in Schutt und Asche legte. Die Armee von Prinz Tyrion war nach Norden geeilt, um dort gegen die marodierenden Dunkelelfen zu kämpfen. Dort jedoch hatte man feststellen müssen, dass eine zweite Invasionsstreitmacht mit der Belagerung Lotherns begonnen hatte. Schnell erkannten die Anführer des Imperiums, der Nationen der Zwerge und Hochelfen, dass sie nur gemeinsam eine Chance gegen den Untergang haben würden. Ein großer Rat wurde einberufen. Die drei Herrscher verbündeten sich. Das Zeitalter der Abrechnung, "Age of Reckoning", war gekommen.

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