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Jedes Jahr im Sommer, wird es schwieriger, seine Mates an die
Monitore zu fesseln. Während im Winter keiner den Fuß in die
Kälte setzt und dieses auch gerne häufiger als Ausrede
dafür nimmt, um noch mehr Stunden am PC zu hocken, ist man im Sommer
aufgeschmissen. Der Spieler von heute empfindet den Wechsel von
Winter zu Sommer stets als rabiaten Klimawechsel. So bleibt nur die
wissenschaftliche Betrachtungsweise:
Nachdem der schützende Schnee nun endgültig verschwunden
ist, kehrt Wärme und Licht auf die Erde zurück. Leider
reagieren die meisten Spieler allergisch auf diese Kombination.
Schlimmer noch: Das Umfeld, wie Arbeitskollegen, Eltern oder
Reallife-Freunde nötigen einen nun auch noch den sicheren
Gamerplatz zu verlassen und den Reallife-Server zu erkunden.
Zuerst
ist der Spieler von der Grafik entzückt, leider bleibt es dabei
auch. Bugs wie das ständig leere Portemonnaie und die ewig lange
Sessiondauer trüben den Spass. Zwar stehen einem in GTA Manier
alle Türen offen, jedoch kommen dann die grünen Admins mit
den blauen Lichtern auf dem Dach und zerstören schneller den
Spielspaß, als dass man F1 drücken könnte.
Weitere Probleme ergeben sich zum Beispiel beim Inventory.
Einerseits hat man nichts besonderes was man verstauen könnte,
andererseits würde der Platz auch nicht ausreichen. Auch die
Charakterskills lassen sich nur mühsam verbessern. Hat man
seinen Bauch erst einmal, mit jeder Menge hässlicher Nebeneffekte,
abtrainiert – so kommt dieser nach einer Weile doch wieder zurück.
Möchte man diesen scheinbaren Fehler melden, so weiß man
gar nicht, welcher Admin dafür zuständig ist und wo dieser
gerade sitzt. Diese Admins heißen hier Beamte und scheinen
ständig AFK zu sein.
Auch die Quests sind eintönig
gestaltet. Gehe von A zu B, mache irgendetwas das keinen Spass macht
und kehre dann zu A zurück. Diese Quest scheint in einer
Endlosschleife zu laufen. Zumindest wiederholt sie sich fünf
mal, pausiert dann für zwei Tage und kehrt dann mit brachialer
Gewalt zurück. Von Lade- und Speicherpunkten kann man gleich gar
nicht sprechen.
Noch dümmer reagieren die NPCs: Mit Fachbegriffen wie „lol“,
„rofl“ oder „Haste mal nen Medipac?“ können
sie nichts anfangen. Zur großen Verärgerung scheint es bei
den meisten noch zu Grafikstörungen im Gesicht zu kommen. Hier
gerät oft der Kopf des Gegenübers in schieflage.
Und so bleibt einem nur die Möglichkeit darauf zu warten,
dass Wärme und Licht sich wieder verkrümeln und man sein
Zimmer nicht mehr verlassen kann. Dann schlägt die Stunde um
wieder in die richtige Welt abzutauchen.
Sicher ist es immer schwierig Virtual-Life und Real-Life unter
einen Hut zu bringen. Oft leidet unter den falsch gesetzten
Prioritäten sowohl das eine als auch das andere. Hier ist es
wichtig das man die Balance zwischen beidem findet.
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