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Disclaimer: Die dargestellte Meinung, ist alleinige Meinung des
Autor und spiegelt nicht die Meinung von Station54 GmbH oder deren
Partner dar.
Wer auch immer dieser Herr Lan ist, er muss altern. Während
früher an jeder Ecke größere und kleinere Lans
veranstaltet wurden, so lichtet sich heute der dichte Wald. Sucht man
nach Gründen für den langsamen Zerfall der deutschen
Lan-Szene, so muss man das Wesen betrachten.
Auf der einen Seite wird das Bild der Medien zum Thema Lan-Partys
wie immer objektiv betrachtet: Vorrangig Arbeitslose, ohne Freunde
oder Familie, mit Sonnenlichtallergie, treffen sich in kleinen,
schlecht beleuchteten und belüfteten Hallen. um sich Strahlung
auszusetzen. Dann wird stupide, meist über mehrere Tage, auf
Tatstatur und Maus herumgekloppt.
Sicherlich mag in dieser
sachlichen Analyse viel Wahrheit liegen, jedoch tritt eine objektive
Betrachtung hinter dem oberflächlichen Journalismus zurück.
Würde man sich die Mühe machen, die Lan-Kultur genauer zu
erforschen, so würde man auch auf die derzeitigen Probleme
kommen.
Was kommt auf einen Lan-Besucher
zu?
Zunächst einmal eine Menge Kosten. Bedenkt man die
Spritpreise, Eintrittspreise und die Lebenshaltungskosten für
drei Tage Spaß, kommt man oft nahe an die hundert Euro heran. Dazu
kommt, bei wissenschaftlicher und ökonomischer Betrachtung, eine
ineffiziente Nutzung der Zeit. Gepaart wird das Ganze mit einem
freiwilligen Verzicht auf gewisse Grundvoraussetzungen, wie frische
Luft oder ausreichend Licht.
Sind nun alle Lan-Gänger
masochistisch veranlagt? Jeder der noch nie eine solche
Veranstaltung besucht hat, würde hier schnell und sicher
antworten. Wer jedoch schon einmal mit seinen Freunden in einer Reihe
saß, den Gegner an die Wand spielend und hierbei noch das
Gesicht des Gegners im Blick, der wird sich jetzt fragen: Wann fahre
ich eigentlich wieder?
Sicher hat jeder seine eigenen Motive um
solch ein Ereignis zu besuchen, jedoch sieht man immer weniger
professionelle Spieler. Schuld hierfür sind unter anderem die
immer schneller werdenden Internetverbindungen und die attraktiven
Preise von Onlineturnieren: Warum also fahren? - fragt der ProGamer,
oder jene, die denken welche zu sein.
Wie wird sich also die
Landschaft wandeln, bzw. hat sie sich schon? Übrig bleibt der
Spieler, der spielt um zu spielen. Jene Gattung Gamer, die mit einer
Kiste Bier und einer Hand voll Freunden im Schlepptau auftauchen.
Jene Gattung Gamer, die zwar auch gerne gewinnen, denen es aber an
sich egal ist. Was hier an sich erst einmal positiv klingt, hat
vielen Lans schon das Genick gebrochen. Die Mitgliederzahlen sind so
stark zurückgehend das Herr Lan aufpassen muss, nicht bald das
zeitliche zu segnen.
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