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Inhalte - Kolumne |
eSport ist tot? Lang lebe der eSport? |
Disclaimer: Die Kolumne stellt allein die eigene Meinung und Betrachtung des schreibenden Redakteurs dar. Diese muss sich nicht mit der der Reaktion, des Netzwerks oder der Station54 Community Management GmbH (Betreiber) decken!
„GMPwhO“, „Bis später
Massud“ oder „wayne“ laß man vor einiger Zeit
in den Comments der Szeneportale zum Thema: GMPO macht dicht –
schonwieder.
Das sollte man sich zum Anlass nehmen
das Thema eSport in Deutschland mal ein wenig genauer zu
durchleuchten. Wo steht der eSport, wo will er hin und wo kann er
hin?
Auf Hobbyebene hat der elektronische
Sport keinerlei Probleme. Das gilt nicht nur für Deutschland
sondern weltweit. Der Vollständigkeit halber muss es aber mit
erwähnt werden, bevor man tiefer in die Materie abtaucht. Wo
liegen also die Probleme des Zöglings der deutschen Kultur, oder
des deutschen Sports?
Hier liegt Problem Nummer Eins. Was ist
der elektronische Sport eigentlich? Nach außen tritt er durch
Sendungen, wie im DSF, wie ein Kunstprojekt auf. Als NBC noch eine
eSports-Plattform bot, sah das noch ganz anders aus. Inzwischen
versucht MTV etwas in der Richtung zu bewegen. Ergebnis: Man weiss
als nicht eSportler nichts damit anzufangen. Diese paar Informationen
die man aus der Presse entnehmen kann sind mehr negativ als positiv –
was beim nicht teilnehmenden Besucher Ablehnung verursacht und eine
Basis des soliden Halbwissens, bei sicherem Auftreten, schafft. Der
deutsche elektronische Sport steckt also in einer Identitätskrise.
Weiter geht es mit dem professionellen
deutschen eSport: Problem Nummer Zwei. Hier haben ja schon die
meisten Spieler von der Definition her wenig Ahnung. Ursprünglich
bezeichnet professioneller elektronischer Sport, dass man damit
regelmäßig(!) Geld verdient und nicht die Stunden die man
auf die Mattscheibe starrt. Geht man natürlich nach letzterer
Definition, ist Deutschland flächendeckend abgesichert.
An GMPO hat man es wieder gesehen:
Professioneller (e)Sport braucht auch ein professionelles Management.
Auf dieser Ebene ist kein Platz für Hobbymanager. Wer Spieler
einkauft und zusammen würfelt braucht nicht überrascht sein
wenn das nicht funktioniert. Wer das Karussell zu schnell drehen
lässt muss sich nicht wundern wenn er vom Pferdchen fliegt.
Wer einen Clan wieder und wieder (unter
dem selben Namen!) aufmacht, und sich wundert warum die Sponsoren
wegbleiben, hat das 1x1 des Managements nicht begriffen. Dieses
absolute Unwissen muss man sich vorwerfen lassen. Wer einen Clan
professionell führen will, braucht auch professionelle Führung:
gute Beispiele wie Mouzsports belegen das. Aber diese sind in
Deutschland eher rar gesät.
Abschließend ein weiterer
Kommentar, den man in letzter Zeit als Generalantwort für die
vielen Clanschließungen findet: „Deutscher eSport steckt
noch in den Kinderschuhen.“
Das ist falsch!
Deutscher elektronischer Sport ist von
den Kinderschuhen noch ein ganzes Stück entfernt.
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#3744 · BleedMage · 19.11.2007 15:52
Schöner Artikel, allerdings für eine "Kolumne" ein bisschen kurz und längst nicht alle Seiten der Medallie beleuchtet.
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