Firmen ... 19.09.2012 12:56

BioWare – in guten wie in schlechten Zeiten

Bei BioWare geht es gerade drunter und drüber. Erst verlassen zwei der Gründer die Firma, dann werden an allen Fronten neue Entwicklungen angekündigt.
Gestern haben sich zwei der Gründer des kanadischen Spielehauses aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen. Ray Muzyka und Greg Zeschuk, die letzten zwei der ursprünglichen drei Gründer BioWares, haben in offenen Briefen an die Community ihr Ausscheiden aus der Spielebranche bekannt gegeben. Beide werden sich in Zukunft auf private Projekte konzentrieren.

Über die Gründe für seinen Rücktritt und die Pläne, für die nächsten Jahre, schreibt Ray Muzyka:

"I feel the need now to move on to a new chapter in my career. […] I've largely personally achieved what I wanted in videogames; I now desire to take on a brand new entrepreneurial challenge. I believe strongly in the power of free enterprise to enable sustainable change, so my next 'chapter' will likely focus on an entirely new industry, something exciting, different and frankly downright scary – investing in and mentoring new entrepreneurs, and more specifically, the field of social/impact investing."

Greg Zeschuk hat in einem ähnlichen Brief das Folgende zu sagen gehabt:

"After nearly twenty years working at BioWare I've decided it's time to move on and pursue something new. This decision isn't without significant pain and regret, but it's also something I know I need to do, for myself and my family. I've reached an unexpected point in my life where I no longer have the passion that I once did for the company, for the games, and for the challenge of creation. […]
After my departure I'm going to be spending significant time with family and friends, as well as pursuing some personal passion-driven projects related to craft beer. The main project I will be working on is a web-based interview show called The Beer Diaries where I interview notable brewers and showcase their beers. If things go well, I'll work on other beer-related shows, apps and projects."


Zwei der führenden Köpfe BioWares, und zwei der treibenden Kräfte hinter Klassikern wie Baldur's Gate und Neverwinter Nights, streichen also die Segel.

Einer, der noch vollstes Vertrauen in seine Arbeit hat, ist der General Manager von BioWare: Aaryn Flynn. Dieser veröffentlichte am selben Tag eine eigene Pressemitteilung, in welcher er die Neuigkeiten aus Sicht der Übriggebliebenen schildert.

"I know this might be concerning for some of you but the leaders at BioWare have had some time to think about it – to think about how the games, the fans, and the creative teams would move on without the two guys who started this organization back in 1995. We – including Ray and Greg – think the studio is solid and the team here is ready to embark on a whole new era of games."

Nicht nur sei alles paletti, BioWare arbeite ungebremst weiter am Ausbau der bestehenden Franchises Dragon Age und Mass Effect. Es sei sogar eine gänzlich neue IP in Arbeit.

"While Casey continues to oversee the development of our new Mass Effect project, he and his leads are putting together their vision for an all new game set in a fictional universe, built from the bottom-up with all new gaming technology."

Man darf gespannt sein, wohin sich BioWare in den nächsten Jahren entwickeln wird. Die durchaus lesenswerten Abschiedsbriefe und die Stellungnahme von Aaryn Flynn findet ihr in den Links.

Relevante Links »
Hinzmen
#1 · Hinzmen · 19.09.2012 14:13
Jetzt ist Bioware wirklich nur noch eine seelenlose Hülle mit dem Namen einer der damals besten Spieleschmieden.
-Merlinhh-
#2 · -Merlinhh- · 19.09.2012 15:32
Ist nur eine Vermutung, aber wer will schon mit den Spacken von €A im Nacken arbeiten , also absolut verständlich und passt auch zu dem Bild was ich mittlerweile von Bioware habe . Glaube die kotzt es auch ganz schön an, so einen Diktator hinter sich zu haben und nicht so wirklen zu können , wie sie es mal konnten.
Blue Thunder
#3 · Blue Thunder · 19.09.2012 18:45
ja bioware ist genauso seelenlos mittlerweile wie es damals bei westwood war nachdem die in EA eingegliedert wurden, nur durfte bioware seinen namen bisher behalten.

Naja EA zerstört weiterhin gute Spielefirmen und -franchises.

Ich Spiele derzeit Black Mesa und bin mir ziemlich sicher, dass wenn Half Life von EA wäre die Leute das nicht nur nicht hätten veröffentlichen dürfen, sondern auch noch verklagt worden wären.
cwotb
#4 · cwotb · 19.09.2012 20:09
Nichts hält ewig. Bioware und Westwood sind nur zwei Beispiele für viele ehemals gute Entwicklungsstudios, die einen ähnlichen Weg gegangen sind.
alien5ive
#5 · alien5ive · 19.09.2012 22:00
WESTWOOD: Legend Of Kyrandia. sehr nice

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