Gesellschaft und Soziales ... 27.08.2010 14:09

Das Open-Source-Facebook

Dass im Social-Network private Daten gesammelt werden, ist vielen Nutzern bereits bekannt. Bis jetzt gab es jedoch nur den Weg, sich dem Facebook-Netzwerk komplett zu verschließen und diese Art der Kommunikation zu meiden. Ein Umstand, den das Open-Source-Projekt Diaspora* gerne ändern möchte.
Diaspora* gründete sich im April diesen Jahres als Gegenbewegung zu Facebook, zentraler Punkt der Idee ist dabei die eigene Kontrolle des Nutzers über seine Daten. So wird bei Diaspora* jeder Nutzer entscheiden können, welche Daten er anderen zugänglich machen möchte. Die Daten werden dabei nicht auf einem zentralen Masterserver gesammelt, somit sind diese deutlich besser geschützt und werden laut Diaspora* auch nicht gesammelt und ausgewertet,, wie es bei Facebook der Fall ist.

Starten wird das Projekt offiziell am 15. September, der Funktionsumfang entspricht nach eigenen Angaben denen des großen Bruders Facebook. Leider wird Diaspora* nicht mit Facebook vernetzt, so bleibt es nur eine weitere, wenn auch angenehmere Variante des Social-Networks. Diaspora* wird es sicher nicht einfach haben, ist Facebook doch bereits äußerst verbreitet.

Selbst Mark Zuckerberg, seines Zeichens Gründer von Facebook, sieht in dem Projekt keine Gefahr. Ganz im Gegenteil, er finanzierte sogar einen Teil des Projektes und nannte es eine "cool idea". Warum er diese coole Idee auf seinem eigenen Projekt nicht umsetzt, war leider nicht in Erfahrung zu bringen.



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