Racing ... 18.10.2011 12:11

Hands On: Mario Kart 7

Ich hatte gestern die Möglichkeit, die neue Ausgabe des beliebten Racers auf dem Nintendo 3DS zu spielen. Hier erfahrt ihr, was ein Mario Kart-Profi über das Spiel denkt.
Eins vorweg: Sollte jemand daran zweifeln, dass ich als "Tester" für Mario Kart 7 geeignet bin, dem sollte gesagt sein, dass ich nahezu mein gesamtes erstes Semester damit verbracht habe, in einer Neubau-Wohnung, spartanisch eingerichtet mit Gasherd, Sofa und Fernseher, auf einer Kiste Sternburg zu sitzen und Super Mario Kart bis zur Perfektion zu üben. Pausen gab es nur zum Auffüllen der Bier- und Fertiggerichte-Reserven.

Super Mario Kart auf dem SNES ist auch heute noch für mich der Inbegriff für eine perfekte Lernkurve: Schnell erlernt, unfassbar schwer zu meistern. Gerade im 1 on 1 im Battle-Mode oder dem Kampf gegen die Uhr offenbart sich die perverse Macht von Super Mario Kart: Um jede Hundertstel-Sekunde wird gekämpft, jede Kurve muss perfekt geschnitten werden, jedes Bremsen bedeutet den Tod. Am Ende sah das ungefähr so aus:




Nun also durfte ich gestern wieder Hände anlegen an das wohl beste Rennspiel aller Zeiten. Obwohl ich zum ersten Mal einen Nintendo 3DS in der Hand habe, kommt man mit der Steuerung schnell zurück, auch wenn mein linker Daumen nach etwa 10 Minuten von ubermäßgen Quälen des Pads bereits anfängt zu schmerzen.

Die erste Enttäuschung: Die gezeigte Mario Kart-Version war mit der von der GamesCom identisch. Also nur drei Karten, geringer Schwierigkeitsgrad - ich wurde jeweils auf Anhieb Erster. Trotzdem schafften es Luigi, Bowser, Princess und Co. mich das ein oder andere Mal zu ärgern. Im Gegensatz zum Ur-Mario Kart haben sie jetzt nicht mehr ihre eigenen Fallen, die sie gerne fünfmal pro Runde direkt vor deinen Wagen legen, sondern kämpfen mit dir um die Aktionsboxen. Aber selten bleibt keine übrig.

So schießen die Gegner nun auch mit Panzern, legen Bananen oder (sehr fies) lassen einen Geister-Tintenfisch erscheinen, der fast das gesamte Display mit Tinte zuschmiert. Wer aber die Karten im Schlaf kennt, lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Und als Strafe bekommt Princess erstmal einen roten Panzer in den Hintern.

Die Strecken sind angenehm abwechslungsreich und verlangen schon einiges fahrerischen Können. So gilt es enge Passagen zu absolvieren, in Tunneln den fiesen Fledermäusen auszuweichen, rollenden Steinen auszuweichen oder vor schnappenden Muscheln Acht zu geben. Jede Karte soll dabei Möglichkeiten für die verschiedenen Equipments bieten, mit denen man sein Kart ausstatten kann.

In der Vorführ-Version konnte man neben verschiedenen Karosserie-Formen und einigen Reifen-Varianten leider nur ein Gleitschirm auswählen. Dieser ermöglicht es, Sprungphasen in Flugphasen zu verlängern und so eure Gegner in der Luft zu überholen. Leider konnte mir keiner der Anwesenden sagen, welche "Perks" es neben dem Schirm noch gibt, aber es wurde versichert, dass jede Ausstattung Auswirkung auf die Fahrpyhsik hat. Bei meinen Runden mit verschiedenen Reifen und Karosserien habe ich aber leider nix davon mitbekommen.

Die größten Unterschiede macht wohl der Fahrer an sich aus: Während Donkey Kong und Bowser traditionell schwerfälliger und in der Beschleunigung im Nachteil sind, schubsen sie dafür gegnerische Karts ganz einfach zur Seite. Andere Fahrer wie Koopa (endlich wieder dabei) oder Toad sind dafür deutlich wendiger, aber haben eine geringere Höchsgeschwindigkeit. An dieser Mechanik hat sich seit Super Mario Kart nichts geändert - warum auch?


Fazit:


Mario Kart 7 macht Spaß, ohne Zweifel. Schnell bin ich wieder in ein richtiges Fieber gekommen, dank der unverändert intuitiven Steuerung, die man schnell lernt. Doch um das Potenzial einschätzen zu können, fehlte der Probier-Version einfach der Umfang. Die Langzeitmotivation ist es, die die Reihe ausmacht, genauso wie der Kampf Mann gegen Mann gegen einen menschlichen Kontrahenten. Beides stand zum Testen leider nicht zur Verfügung. So müssen wir hoffen, dass vor dem Release am 7. Dezember 2011 noch ein wenig Material von Nintendo kommt.



Phil Nyl
#1 · Phil Nyl · 18.10.2011 12:44
Hey Captain, nen Semester dauert doch nur nen halbes Jahr oder? Da kann man kein Profi werden!

Gibts das Spiel nur für den 3DS? Ne Wii und nen DSi sind im Haus. Auf den 3DS würde ich nämlich gerne verzichten.
Captainalbern
#2 · Captainalbern · 18.10.2011 12:55
Aber wenn man ein halbes Jahr etwa 10 Stunden pro Tag zockt^^
=Redeemer=
#3 · =Redeemer= · 18.10.2011 13:32
Endlcih mal wieder was für zwischendurch
[KHC]-Itchy-
#4 · [KHC]-Itchy- · 18.10.2011 15:50
"Rainbow Road" ist damals mein Favorit geworden; am Anfang habe ich aber diese Strecke gehasst, da ich immer abgestürzt bin :D
tbsm86
#5 · tbsm86 · 19.10.2011 18:50
Mario Kart wär der einzige Grund mir einen 3DS zu kaufen.
Xavius
#6 · Xavius · 19.10.2011 18:56
egal wie viele Teile und Neuentwicklungen es von Mario (nintendo) Produkten gibt, die sind eigentlich immer gut und werden auch immer viel Spaß machen - einfach super. Bei Mario Kart auch so. Jeden neuen Teil kann man einfach verschlingen und genießen :)
Phil Nyl
#7 · Phil Nyl · 19.10.2011 19:12
Dem stimme ich nicht zu. Mario Party war zum Beispiel der letzte Dreck. Aber die Jump n Run und die Kart Teile sind alle SPITZE!
tbsm86
#8 · tbsm86 · 19.10.2011 19:41
Stimmt, Mario Party war nichtmal im Suff gut.
†ɾλχ×
#9 · †ɾλχ× · 20.10.2011 02:13
Doch! Der erste Teil von Mario Party war lustich :D



Aber ich weiss nicht was ich von dem neuen MK halten soll...

Die sollten lieber mal MK 64 für den 3DS portieren, wie sie es mit Ocarina of Time gemacht haben. Würde mir den 3DS ja auch mal holen, aber derzeit noch viel zu wenig Spiele und der Handheld an sich, viel zu teuer. Ich habe damals 99 D-Mark für den GameBoy mit Tetris und Link-Kabel bezahlt! Da stellt sich mir die Frage: Wo ist mein 3DS für 50 Euro? :catch:
krecker
#10 · krecker · 22.10.2011 18:57
Yeah dann muss ich wohl wieder den nds meiner kleinen Schwester abziehen :elch:

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