eSport ... 07.09.2012 12:11

Studenten erhalten 50.000$ durch eSports-Stipendium

TwitchTV und Alienware haben insgesamt 50.000$ an Studenten ausgeschüttet, weil diese nicht nur sehr gute Leistungen an der Universität erbringen, sondern auch online kräftig Schellen verteilen.
Vor einigen Monaten haben sich der Streaming-Service TwitchTV und der Hardware-Produzent Alienware zusammengetan, um eine Initiative zu gründen, welche Spiele-Enthusiasten bei ihrer schulischen Ausbildung finanziell unter die Arme greifen soll. Zwei Monate lang hatten Studenten aus den USA Zeit, ihre Bewerbungen einzuschicken und der Jury, welche aus fünf ranghohen Vertretern von TwitchTV, Alienware und Steelseries besteht, zu zeigen, warum gerade sie die Förderung verdienen. Über die Gründe für diese Unternehmung sagt Emmett Shear, seines Zeichens CEO von TwitchTV:

"We’ve seen the competitive gaming landscape explode over the last year, as marked by our site’s traffic, as well as the sharp increase in the number of pro tournaments, sponsor interest and number of players who are able to support themselves by streaming their games. […] The goal is to encourage the top players to pursue higher education while continuing to compete at the highest levels of gaming."

In der ersten jährlichen Ausschüttung hat sich die Jury für die folgenden fünf Studenten entschieden:

» Kelli Dunlap: Doktorandin, promoviert über das Verhältnis zwischen Videospielen, seelischem Befinden und der Persönlichkeitsentwicklung des Spielers, owned Noobs in Halo
» Kevin Carlino: Master Student Informatik, Host des Team Evil Geniuses Diablo Daily
» John Stockwell: Master Student Informatik, kompetetiver Team Fortress 2 Spieler
» Antonio Revard: Studiert Videospieldesign und –entwicklung, ehemaliger professioneller
CounterStrike-Spieler, heute aktiver Streamer auf TwitchTV
» Joey Yurgelon: Master Student Maschinenbau, leidenschaftlicher Starcraft- und LoL-Spieler

Auffällt dass keiner der Spieler ein aktiver Pro Gamer ist, sondern alle aktuell im Amateurbereich unterwegs sind. Inwiefern das ein Zeugnis dafür ist, dass eine Karriere als professioneller Computerspieler und eine Vollzeitausbildung praktisch noch nicht miteinander vereinbar sind, bleibt offen. Auf jeden Fall ist es schön zu sehen, dass eSports mittlerweile so groß ist, dass die ersten Unternehmen damit anfangen langfristig zu planen und Nachwuchsarbeit zu betreiben. Eine Praxis welche aus traditionellen Sportarten und Berufswegen mittlerweile nicht mehr wegzudenken ist.

Wer weiss, vielleicht ist eSport in zehn Jahren ein anerkanntes Schulfach und eine Karriere als Spieler steht mit klassischen Ausbildungen und Studiengängen auf einer Stufe.


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BigNight
#1 · BigNight · 07.09.2012 18:10
Livestreams werden immer beliebter und dort wird jetzt schon eine Menge Geld umgesetzt.

In Deutschland steckt das zwar noch etwas in den Kinderschuhen, aber ich denke, dass ist auch nur noch eine Frage der Zeit, bis die Werbeindustrie auch diese Ecke für sich entdeckt und das entsprechend vermarktet!

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